Beim Aufschwung ist Dampf dahinter
In den kommenden Monaten erwartet die IHK eine weitere Zunahme der Beschäftigung.
Das von den großen Wirtschaftsforschungsinstituten in ihren Herbstgutachten prognostizierte Wachstum der deutschen Wirtschaft deckt sich mit den Ergebnissen der regionalen Umfrage der IHK. Die Unternehmen in der Region Darmstadt Rhein Main Neckar beurteilen ihre Geschäftlage wieder so gut wie vor der Krise. "Und ihre Erwartungen an die nahe Zukunft sind sehr, sehr gut", sagt Vetterlein.
Industrie boomt
Als Lokomotive des regionalen Konjunkturzugs hat die Industrie aber die unternehmensnahen Dienstleister abgelöst. "Da ist richtig Dampf dahinter", sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer. 49 Prozent der Industrieunternehmen berichten von gestiegenen Aufträgen aus dem Ausland. Der kräftig anziehende Export wird von den Zahlen der Außenwirtschaftsabteilung der IHK bestätigt. Bis Ende September wurden fast 51.000 der so genannten Ursprungszeugnisse von der IHK ausgestellt. Mit diesen Dokumenten müssen die Unternehmen ihren ausländischen Kunden nachweisen, dass ihre Waren tatsächlich in Deutschland produziert worden sind. Die IHK rechnet bei den Außenhandelsdokumenten bis Ende des Jahres mit einem Allzeithoch.
Positiv sieht die IHK aber auch die Entwicklung der inländischen Nachfrage. 43 Prozent der Unternehmen in der Region berichten von einem Auftragsplus aus dem Inland. Dies bestätigt Sven Herbert, Geschäftsführer der Herbert Service-Kälte GmbH aus Bensheim und Mitglied der IHK-Vollversammlung. "Die gute Entwicklung ist spürbar. Die Auslastung hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen", sagt er.
Zunahme der Beschäftigung erwartet
Der Dampf im regionalen Konjunkturkessel sorgt zunehmend für Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Die Mehrheit der befragten Unternehmen möchte in den nächsten Monaten Personal einstellen. Insbesondere die Industrie und das Baugewerbe sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Diese gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich weiter positiv auf den Konsum aus. Die IHK rechnet damit, dass der private Verbrauch deutlich anziehen wird und sich immer mehr zum zweiten Standbein des Aufschwungs entwickelt. Dies spüren viele Einzelhändler in der Region schon jetzt deutlich.
Risiken für den Aufschwung
In einer Zusatzfrage zum Konjunkturbericht hat die IHK Unternehmen gefragt, welche Risiken sie für den Aufschwung sehen. Zu den größten Gefahren zählen demnach ein möglicher Wegbruch der inländischen Nachfrage, die zunehmende Knappheit an gut qualifizierten Fachkräften und Engpässe bei der Finanzierung. Die Nachfrage aus dem Ausland und die Entwicklung auf den Währungsmärkten werden hingegen kaum als Risiko genannt.
IHK informiert regelmäßig
Die IHK Darmstadt berichtet regelmäßig über die konjunkturelle Situation in ihrem Bezirk. An den viermonatlichen Umfragen beteiligen sich rund 1.000 Unternehmen aller Wirtschaftszweige. Die aktuelle Befragung wurde im September abgeschlossen.
Quelle: Pressemeldung IHK Darmstadt Rhein Main Neckar
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