Bits & Pretzels: Darum ist das Münchner Gründerfestival wichtig

Bits & Pretzels: Darum ist das Münchner Gründerfestival wichtig

Die „Bits & Pretzels“ ist erst wenige Jahre alt und unter den Gründermessen trotzdem bereits der absolute Hit. Woran liegt das eigentlich?

Bits & Pretzels: Festival statt Messe

Wer in diesen Tagen das Messegelände in München betritt, muss sich auf Gedrängel einstellen, denn das Bits & Pretzels-Festival für Gründer und Investoren ist mittlerweile ein globaler Hit. Hier treffen sich einmal im Jahr Existenzgründer, Startup-Enthusiasten, Investoren sowie einflussreiche CEO’s aus allen Ecken der Welt, um Ideen zu präsentieren, sich untereinander zu vernetzen und Erfahrungen und Tipps auszutauschen. Für die Öffentlichkeit bestimmt ist das Spektakel dabei nicht, eine Anmeldung ist nämlich Pflicht.

Die Betonung bei Gründerfestival liegt klar auf dem Wort „Festival“. Bei der „Bits & Pretzels“ geht es zwar ums Geschäft, der Spaß und das dazugehörige zwanglose Networking ist aber mindestens genauso wichtig – immerhin findet der dritte und letzte Tag der Gründermesse ganz nach Münchner Tradition auf dem Oktoberfest statt. Dort fällt es den Investoren dann vielleicht auch etwas leichter, den ein oder anderen Euro in eine neue Idee zu stecken.

Video: Bits & Pretzels – Start-Up Szene trifft sich auf dem Oktoberfest

Bits & Pretzels: Aller Anfang ist klein

Alt ist das Gründerfestival nicht, dafür aber ziemlich erfolgreich. Am letzten Bits & Pretzles im Jahr 2017 nahmen rund 5000 Menschen teil. Egal, ob erfolgreicher CEO, junges Erfindergenie oder erfahrener Investor – sie alle tummelten sich drei Tage lang in der bayrischen Hauptstadt.

Nicht immer hatte das Gründerfestival einen solchen Zulauf, denn aller Anfang ist nicht immer nur schwer, er findet auch oft in einem kleinen Rahmen statt. Das war beim Bits & Pretzles nicht anders: Im Jahr 2014, quasi Gründungsjahr der Gründermesse, fanden sich „nur“ knapp 1400 Gäste in dem Löwenbräukeller in München ein. Zwei Jahre später waren es dann schon mindestens dreimal so viele.

Wie lässt sich diese rasante Erfolgsgeschichte erklären? Ein wenig liegt es sicher auch an der zwanglosen, spaßigen Atmosphäre. Stefan Raab, der letztes Jahr vor den 5000 Teilnehmern des Gründerfestivals sprach, beschrieb das Veranstaltungskonzept mit viel Witz und Sarkasmus so: „Zwei Tage Arbeit, ein Tag Saufen.“
Es sind aber auch genau solche Redner wie Raab, die ebenfalls zu der Attraktivität der Bits & Pretzels betragen: Wo, wenn nicht hier, kann man Richard Bransons Erfahrungen als Geschäftsmann lauschen oder sich vom Gründer von Airbnb Tipps abholen?

Was als gemütliches Weißwurst-Frühstück begann, hat sich zum internationalen Gründerfestival gemausert. (#01)

Was als gemütliches Weißwurst-Frühstück begann, hat sich zum internationalen Gründerfestival gemausert. (#01)

Bits & Pretzels: Das Programm, das für den Erfolg sorgt

Was als gemütliches Weißwurst-Frühstück begann, hat sich zum internationalen Gründerfestival gemausert. Ein Ziel von Anfang an: Die Stadt München in den Fokus der internationalen Gründerszene rücken und zudem die deutsche Gründerszene stärken. Und um dieses Ziel zu erreichen, muss das Programm überzeugen. Das Programm der Bits & Pretzels schafft dies jedes Jahr neu.

Um die jungen Gründer mit den erfahrenen Investoren und Experten zusammenzubringen, haben sich die Veranstalter einiges einfallen lassen. Dieses Jahr findet die Bits & Pretzels vom 30. September bis zum 2. Oktober in München statt. Das Highlight ist dabei natürlich der letzte Tag auf dem Oktoberfest, aber auch das restliche Programm kann sich sehen lassen.

Am Anfang steht die Keynote, sozusagen die Eröffnung des Festivals. Letztes Jahr wurde Stefan Raab diese Ehre zu teil. Danach kommt die Messe wirklich in Gang. Ob Panel-Diskussionen, Workshops, Pitches oder die Startup Academy – hier findet jeder Gründer, was er sucht. Bei jeder dieser Veranstaltungen geht darum, Neues zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Und natürlich darum, die eigene Idee zu vermarkten. Neben den Main Events mit den Hauptrednern finden parallel kleinere Side-Events statt, die zum Beispiel das Networking zwischen Gründern und Investoren fördern sollen.

Das große Networking-Event findet aber am dritten Tag auf dem Oktoberfest statt. Hier können sich die Teilnehmer an verschiedenen Tables mit den Table Käptn’s austauschen. Die kommen zum Beispiel aus den Bereichen Presse, Bildung oder Wirtschaft und stellen so eine wunderbare Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Geschäftswelt und das eigene Gründungsvorhaben dar.

Video: MOTIVIERENDE Gesprächsführung – mit Worten BEGEISTERN


Den Titel „Table Käpt’n“ durften in den letzten Jahren unter anderem die folgenden Experten führen:

  • Katharina Borchert (Mozilla Corporation)
  • Sinja Schwetje (n-tv)
  • Cherno Jobatey (Huffington Post)
  • Max Wittrock (Mymuesli)
  • Alexander Kuldich (Rocket Internet)

Nach dem „First-Come-First-Serve“-Prinzip können sich die Besucher bereits im Vorfeld der Bits & Pretzels aussuchen, an welchem Tisch sie sich mit welchem Table Käpt’n austauschen wollen.

Wer am Tag hart arbeitet, darf sich am Abend auf den After-Work-Partys oder bei einem der zahlreichen Gigs von Bands und Comedians entspannen. So konnten sich die Teilnehmer des Festivals 2016 über einen Auftritt der Sportfreunde Stiller freuen. Und ein Jahr zuvor war der bayrische Comedian Harry G. zu Gast auf der Bits & Pretzels.

Video: Harry G über Startups

Bits & Pretzels: Große Namen und große Ideen

International sollte das Gründerfestival in München von Anfang an sein, besonders in den letzten zwei Jahren aber zieht die Messe besonders große Namen an. Dazu gehört zum Berühmtheiten wie Richard Branson und Kevin Spacey, aber auch zahlreiche Vorstände von DAX-Unternehmen. Neben diesen Stars und Wirtschaftsgrößen sind natürlich besonders die erfolgreichen Gründer hinter Startups wie Airbnb, Delivery Hero, Tinder oder Mydealz für Jung-Gründer interessant. Das erklärte Ziel hinter all diesen Vorträgen, Diskussionen und Gesprächsrunden ist klar: Ideen vermitteln, Erfahrungen austauschen und den ein oder anderen Tipp bekommen. Und dabei natürlich Spaß haben!


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: _euregiocontent -#01:  Dar1930 _

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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