Das Landgericht Konstanz erklärte im April 2026, dass Verträge über Online-Poker, Casinoangebote und Sportwetten ohne gültige deutsche Lizenz nichtig sind. Ein Mandant der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte erhielt auf dieser Grundlage die Rückzahlung von annähernd 16.600 Euro verlorener Einsätze. Das Urteil knüpft an die Stellungnahme von EuGH-Generalanwalt Emiliou an und stärkt die Rechtsposition deutscher Glücksspielteilnehmer bei Rückforderungsansprüchen gegen Anbieter mit ausschließlich maltesischer Zulassung.
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Landgericht Konstanz erklärt Pokerstars-Verträge ohne deutsche Lizenz nichtig heute
Zwischen Juli 2015 und Oktober 2022 spielte ein CLLB-Mandant auf pokerstars.eu verschiedene Online-Casinospiele, betrieb Online-Poker und schloss Sportwetten ab. Insgesamt machte er Verluste in Höhe von rund 16.600 Euro. Am 21. April 2026 entschied das Landgericht Konstanz, dass diese Verträge wegen fehlender deutscher Lizenz der Anbieterin TSG Interactive Gaming Europe Ltd nichtig seien. Das Gericht verpflichtete die Beklagte zur uneingeschränkten, sofortigen und vollständigen Rückzahlung aller durch den Kläger verlorenen Einsätze.
LG Konstanz erklärt maltesische TSG-Lizenz in Deutschland für unwirksam
Von Malta aus betreibt TSG Interactive Gaming Europe Ltd mehrere Glücksspielplattformen. Vor dem Landgericht Konstanz wurde festgestellt, dass eine maltesische Lizenz ohne deutsche Erlaubnis in Deutschland rechtlich wirkungslos ist. Zwei Tage nach dem Urteil erklärte EuGH-Generalanwalt Emiliou die maltesische Sonderregelung Bill 55 für unzulässig. Wenn der Europäische Gerichtshof Emiliou folgt, müssten deutsche Urteile in Malta anerkannt und vollstreckt werden. Dadurch würden Rechtssicherheit für Spieler und Anbieter gestärkt.
Landgericht bestätigt bundesweit Verbot unlizenzierter Anbieter auch nach Marktöffnung
Vor dem 1. Juli 2021 blieb das Angebot von Online-Casinospielen, Internet-Poker und Sportwetten in Deutschland komplett verboten. Mit der teilweisen Marktöffnung trat jedoch eine Lizenzpflicht in Kraft, die ausschließlich online agierende Unternehmen mit einer deutschen Genehmigung zulässt. In einem grundlegenden Beschluss stellte das Landgericht Konstanz klar, dass Betreiber ohne deutsche Erlaubnis auch nach der Regulierung keine Ausnahme beanspruchen können. Diese Entscheidung folgt der Rechtsprechung des EuGH vom 16. April 2026, der das Verbot als mit der EU-Dienstleistungsfreiheit vereinbar einstufte.
Unwissenheit entbindet den Spieler nicht, Schadenersatzanspruch bleibt weiterhin bestehen
Nach Ansicht des Klägers bestand keine Awareness für die notwendige deutsche Lizenz, als er Online-Spiele nutzte. Das Gericht wies jedoch darauf hin, dass bloße Unkenntnis gesetzlicher Vorschriften keinen Rechtfertigungsgrund darstellt. Entscheidend ist allein, dass die in Rede stehenden Glücksspielverträge ohne behördliche Genehmigung rechtswidrig geschlossen wurden und daher nichtig sind. Infolgedessen bleibt sein Anspruch auf Rückerstattung der Einsätze bestehen, da der Vertrag keine Bindungswirkung entfaltet und der Spieler nicht an illegalen Angeboten festgehalten ist.
Sittner betont klare Lizenzregeln ermöglichen erfolgreiche Rückforderungen verlorener Spieler-Einsätze
Thomas Sittner von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte erklärt, dass das Urteil des Landgerichts Konstanz in Verbindung mit weiteren Entscheidungen deutschen Spielern Rückenwind verleiht. Denn Verluste aus unautorisierten Online-Glücksspielen lassen sich häufig erfolgreich zurückfordern. Speziell Pokerfreunde profitieren von der eindeutig geregelten Lizenzpflicht und können auch gegen Betreiber mit maltesischer Lizenz ihre Forderungen durchsetzen, um geleistete Einsätze rückerstattet zu bekommen, unterstützt durch kompetente juristische Begleitung. Jederzeit fachkundig, prozessual professionell und verantwortungsbewusst handlungsfähig.
Das Landgericht Konstanz hat entschieden, dass alle Verträge für Online-Poker, Casino und Sportwetten ohne deutsche Zulassung rechtlich ungültig sind. Spieler können ihre eingezahlten Gelder sowie sämtliche Verluste in voller Höhe zurückfordern. Diese Entscheidung bietet insbesondere Poker-Fans die Chance, verloren geglaubte Einsätze zurückzuholen und rechtliche Ansprüche geltend zu machen. Darüber hinaus erzeugt das Urteil Druck auf ausländische Anbieter, nur mit gültiger deutscher Lizenz operativ tätig zu sein und Rechtssicherheit herzustellen. dauerhaft.

