Zivile Drive-by-Wire-Technologien und Teleoperationslösungen bilden die Basis für autonome Plattformen in Verteidigungs- und Katastropheneinsätzen, wo höchste Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen gefordert ist. Renommierte Anbieter wie Rheinmetall, Iveco Defence und Arnold NextG setzen modulare Architekturen mit definierten redundanten Sensor- und Aktuatorpfaden um, zertifiziert nach ISO 26262 ASIL-D. Mittels Dual-Use-Ansatz werden diese Innovationen in gepanzerte Systeme, robotische Aufklärungseinheiten und unbemannte Nachschubkonvois integriert, um europaweit interoperable und robuste Mobilität sicherzustellen und maximale Leistung.
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Autonome Plattformen ersetzen riskante Menscheneinsätze zuverlässig in gefährlichen Extremszenarien

Unbemannte Logistikfahrzeuge im Verbund: NX NextMotion (Foto: Arnold NextG/ AI)
Zuverlässigkeit unter Extrembedingungen definiert inzwischen den Wert technologischer Innovationen. In kritischen Missionen autonomer Fahrzeuge, sei es in der Katastrophenhilfe oder bei militärischen Versorgungsoperationen, kann jede einzelne Entscheidung den Ausgang entscheidend beeinflussen. Der Einsatz menschlicher Fahrer birgt häufig erhebliche Gesundheitsrisiken. Autonome und ferngesteuerte Fahrzeuge stellen daher eine unverzichtbare Lösung dar. Ihre robust ausgelegte Betriebsfähigkeit unter extremen Belastungen sichert effiziente Logistikkonvois, strategische Nachschubleistungen und risikoarme Erkundung in Gefahrenzonen sowie Überwachung und Steuerung.
Dual-Use-Ansatz vereint bewährte zivile Technologien mit militärischer Mobilitätsinfrastruktur effizient
Im Dual-Use-Prinzip werden etablierte, zivile Steuerungskonzepte aus Transport, Bergbau und Agrarwirtschaft in gepanzerte Militärfahrzeuge, autonome Logistikketten und Aufklärungsdrohnen übertragen. Kernstück ist die Drive-by-Wire-Plattform: eine vollständig elektrische Steuerarchitektur ohne mechanische Kopplung mit klar definierter Redundanz. Sie garantiert sichere Fahrzeugführung und Fernsteuerbarkeit selbst beim Ausfall einzelner Sensor- oder Aktuatorpfade. Dank modularer Komponenten erfolgt ein schneller Rollout auf verschiedene Fahrzeugtypen, wodurch Flexibilität und Einsatzbereitschaft deutlich steigen. Die Technologie unterstützt Prozesse und reduziert Ausfallrisiken.
ISO 26262 ASIL-D zertifizierte Designs garantieren Ausfallsicherheit autonomer Fahrzeuge

Autonome Plattformen im sicherheitskritischen Gelände (Foto: Arnold NextG AI)
Elektronische Bahnensysteme wie Drive-by-Wire koordinieren Lenk-, Brems- und Antriebskommandos digital, wodurch mechanische Schnittstellen entfallen. Das Design integriert mehrere redundante Sensor- und Aktuatorpfade entsprechend ISO 26262 ASIL-D und gewährleistet dadurch Fehlertoleranz bei Hardwarestörungen. Einzelne Ausfälle werden maskiert, sodass der Betrieb ununterbrochen fortgesetzt werden kann. Diese Architektur steigert die Einsatzfähigkeit autonomer Fahrzeuge unter extremen Bedingungen erheblich und minimiert Ausfallrisiken durch technische Störungen. Zertifizierungsprozesse und konfigurierbare Flexibilität runden das System ab und Optimierungsoptionen.
Erste Leader-Follower-Feldversuche beweisen effiziente automatisierte Logistikkonvois unter Realbedingungen deutlich
Mit dem Leader-Follower-Programm des US-Verteidigungsministeriums wurden erstmals autonome Fahrzeugkolonnen erprobt. Ein einzig besetztes Führungsfahrzeug übernahm Navigation und Kommunikation, während alle weiteren Einheiten selbstständig folgten. Auf diese Weise ließ sich der Personaleinsatz an gefährdeten Einsatzorten drastisch reduzieren und operative Risiken minimieren. Europäische Institutionen adaptierten das Konzept für zivile Katastrophenschutzszenarien und militärische Versorgungsrouten. Seit 2022 beschleunigen geopolitische Veränderungen und EDA-Finanzierungen die fortlaufende Skalierung entsprechender automatisierter Konvois und stärken zugleich strategische Resilienz europaweit.
Gesellschaftlicher Nutzen autonomer Plattformen wächst bei Katastrophen und Energieversorgung
Europa stuft autonome Mobilität bis 2025 als Teil der kritischen Infrastruktur ein und erweitert ihre Bedeutung über militärische Logistik hinaus. In zivilen Szenarien sorgt sie für stabile Energieversorgung, schnelle Hilfe bei Naturkatastrophen und robuste Cyberabwehr. Hersteller wie Iveco Defence, Rheinmetall und Milrem Robotics arbeiten an unbemannten Versorgungsfahrzeugen sowie semi-autonomen Rettungsrobotern. Ihre Systeme werden in Testzentren in Israel und Australien auf Schnittstellenkompatibilität, Schutzstufen und modulare Anpassungsfähigkeit unter realen Einsatzbedingungen geprüft.
Modulare NX NextMotion-Plattform erfüllt IP69K-Standards und ISO26262 ASIL-D Anforderungen
Arnold NextGs NX NextMotion nutzt erfolgreiche zivile Fahrzeugtechnologien für sicherheitskritische Anwendungen und demonstriert wirksamen Technologie-Transfer. Die vollständig elektrische Plattform widersteht mechanischen Belastungen und lässt sich remote über standardisierte, offene Schnittstellen steuern. Eine IP69K-Zertifizierung und ASIL-D-Konformität nach ISO 26262 belegen umfassende funktionale Sicherheit. Dank modularer Konstruktion und integrierter Überwachungsfunktionen ist eine schnelle Konfiguration für gepanzerte oder fernbetriebene Plattformen verschiedener Einsatzszenarien problemlos möglich. Sie unterstützt Echtzeitdiagnosen, erleichtert Upgrades und reduziert Inbetriebnahmezeiten effizient.
Einheitliche Schnittstellen ermöglichen zivil-militärischen Systemtransfer bis zum Jahr 2030
Um die Effizienz von Dual-Use-Plattformen zu steigern, entwickeln die European Defence Agency und Normungsorganisationen einen gemeinsamen Normrahmen. Dieser definiert eine skalierbare, interoperable und auditierbare Architektur, die taktische Logistikketten, Aufklärungsvorhaben und Kriseneinsätze unterstützt. Im Zeitfenster bis 2030 sollen standardisierte Schnittstellen den zivil-militärischen Transfer von Systemen deutlich vereinfachen. Die Harmonisierung wirkt innovationsfördernd, sichert Investitionsrisiken ab und stärkt die Resilienz europäischer Sicherheitsstrukturen. Gleichzeitig schafft sie Transparenz, erhöht die Nachvollziehbarkeit und verbessert die Einsatzfähigkeit.
ISO 26262 ASIL-D zertifizierte Plattformen für extreme militärische Katastropheneinsätze
Modulare Dual-Use-Plattformen wie NX NextMotion kombinieren zivile Technologiekompetenz mit militärischer Sicherheitstechnik. Die skalierbare Architektur beruht auf zertifizierter Drive-by-Wire-Steuerung und erfüllt ISO 26262 ASIL-D-Standards für redundante Sensor- und Aktuatorpfade. Selbst bei Ausfall einzelner Komponenten bleiben Funktion und Kontrolle uneingeschränkt erhalten. Damit reduzieren Betreiber Gefährdungspotenziale für Personal, verkürzen Reaktionszeiten in kritischen Szenarien und erhöhen die operative Belastbarkeit sowie die Schnelligkeit logistischer und erkundungstechnischer Einsätze. Der Aufbau erlaubt schnellen Einsatz unter härtesten Bedingungen.

