Daten sicher in der Cloud speichern

Daten sicher in der Cloud speichern

Kaum eine Privatperson, die nicht täglich ihre Emails checkt oder Musik und Bilder mit Freunden weltweit teilen möchte. Und definitiv keine Firma, die sich nicht auf eine 100%ige Datensicherung aller ihrer Dokumente verlassen können muss. Alles möglich dank der Cloud! Doch so praktisch die Speicherung von Dateien ‚in der Wolke‘, so unübersichtlich mittlerweile die vielzähligen Angebote der ebenso unzähligen Online-Dienstleister.

Speicherplatz im Himmel

Was heißt eigentlich ‚Daten sicher in der Cloud speichern‘ …

Wer etwas in einer Cloud speichert, der genieβt gegenüber einer Sicherung seiner Daten auf einer Festplatte viele Vorteile: Wo immer Nutzer Zugang zum Internet haben, können sie ihre verschlüsselten Dateien abrufen. Bei einigen Anbietern besteht inzwischen sogar die Möglichkeit, auch ohne Onlinezugang auf lokale Kopien von Daten zugreifen zu können.

Video: Industrie 4.0 zum Anfassen – Cloud-Anbindung spielend einfach erklärt

… und wozu ist die Datensicherung gut?

Ein weiteres Plus für Unternehmen und private Nutzer, die einen Cloud Server in Anspruch nehmen: Im Gegensatz zu Festplatten, kann dem Online Backup fast nichts etwas anhaben: weder ein Verlust im Urlaubshotel, noch ein Diebstahl nach Einbruch oder eine Beschädigung durch einen Wasserrohrbruch. Zudem können Dateien, Fotos und Lieblings-Apps sofort und jederzeit mit Bekannten überall auf der Welt geteilt werden. Und das Beste: Diese müssen für den Download nicht einmal bei der Cloud angemeldet sein!

Noch einmal zusammengefasst: Eine Cloud …

  • ist eine virtuelle Festplatte
  • kann mit jedem internetfähigen Gerät wie Smartphone, Computer oder Tablet abgerufen werden
  • Bietet Usern die Option, ihre Dateien mit jedermann zu teilen – nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern weltweit

Daten sicher in der Cloud speichern – Welche Anbieter gibt es?

Die Anmeldung bei einer Cloud ist schnell getan – die Entscheidung für das geeignete Unternehmen mit dem besten Speicherplatz, der passenden Software und dem sichersten Server kostet Zeit. Es lohnt, die Anbieter zu vergleichen!

Eine Auswahl:

Dropbox
Der Klassiker unter den Cloud-Anbietern ist die mittlerweile zehnjährige Dropbox. Das US-amerikanische Backup wurde schnell auch in Deutschland überaus populär. Kein Wunder: Der zunächst kostenlose Dienst lässt sich einfach bedienen und bietet inzwischen zahlreiche Zusatztools. Dazu gehören das Abspielen von Musik, besonders schnelle Downloads oder die automatische Verschlüsselung aller Dateien. Die Datensicherung in der Drobox-Cloud spielt nicht nur für Unternehmen eine wichtige Rolle, sie ist auch bei Privatanwendern überaus populär.

Amazon Web Services
Das Backup des Unternehmens aus Nordamerika richtet sich mit Dienstleistungen wie dem Microsoft AWS Directory Service speziell an Unternehmen in Deutschland. Bis zu einem Speicherplatz von 1000 GB bleibt der günstige monatliche Preis von sechs Cent pro GB konstant. Ein weiteres Pro: die praktische Verknüpfung zur Amazon Musik-Download Plattform sowie die hohen Sicherheitsmaßnahmen.

iCloud von apple
Nutzer des iOS Betriebssystems erhalten die Möglichkeit, ihre Daten in der iCloud Software zu speichern. Diese können auch überall und jederzeit abgerufen und problemlos bearbeitet werden. Der Service ist kostenfrei bis zu 5 GB Speicherkapazität. Die Software sticht mit einem besonders sicheren Backup beim iPhone hervor, auch ist es möglich, verlorene iPhones zu orten. Der Server ist zertifiziert, eine Verschlüsselung der Daten liegt vor.

Google Drive
Google ist nicht nur die größte Suchmaschine im Internet, die Cloud Googel Drive bietet auch einen besonders groβen, zudem kostenlosen Speicherplatz von 15 GB. Zwar wird dieser mit Downloads von Bildern und Videos aus Gmail geteilt. Doch die zusätzlichen Freigabeoptionen sind ein weiteres Plus des Anbieters.

Microsoft OneDrive
Microsoft OneDrive ist eng mit Windows Office online verknüpft. Dadurch kann der User an PC, tragbarem Computer & Co. die in dieser Cloud unter Word, Excel, Powerpoint oder Onenote gespeicherten Dateien direkt im Webbrowser ersehen und bearbeiten. Das beste: Die Dateien werden automatisch sortiert!

Video:Cloud Computing in der Praxis: Wir erklären Cloud Computing

Was muss man bei der Auswahl beachten?

Möchte man Daten sicher in der Cloud speichern, spielen verschiedene Faktoren bei der Auswahl des passenden Anbieters eine Rolle. Vor allem für den geschäftlichen Einsatz gibt es eine Reihe von Eckdaten zu beachten. Befinden sich die Computer in Deutschland, das Standort der Speicher Server aber in Übersee? Die rechtlichen Unterschiede einzelner Länder zu Datenschutz und Sicherheit sind teils groβ! Welche und wie viele Daten werden sicher gespeichert, wird Windows als Betriebssystem genutzt oder iOS? Und was darf es kosten? Auf was geachtet werden sollte, folgend im Überblick:

Anbieter Security Kostenlos Bezahlmodell Einstieg
Dropbox Daten auf Servern in USA 2 GB 1.000 GB für 9,99 Euro / Monat
Google Drive Daten auf Servern weltweit 15 GB 100 GB für 1,99 Euro / Monat
iCloud Daten auf Servern in USA 5 GB 50 GB für 0,99 Euro / Monat
OneDrive Daten auf Servern weltweit 5 GB 50 GB für 2 Euro / Monat
Cubby Daten auf Servern in USA 5 GB + Werberbonus 100 GB für etwa 7 Euro / Monat
HiDrive Daten auf deutschen Servern 5 GB + Werberbonus 20 GB für etwa 0,80 Euro / Monat

Quelle: eigene Recherchen, Irrtum vorbehalten.

Wie speichere ich meine Dateien in einer Cloud?

Wenn man sich für die Dienste eines Anbieters wie Google, Dropbox, Microsoft oder Co. entschieden hat, kann man sich einfach via PC, Tablet oder andere internetfähige Geräte anmelden. Im nächsten Schritt wird die Software auf dem Computer installiert. Und schlieβlich können per Drag&Drop-Funktion Dateien und Daten auf einfache Art und Weise in das entsprechende Programm gezogen werden. Der Download in die Cloud erfolgt automatisch – die Daten sind gesichert!

Was ist wichtig für Unternehmen, die Daten sicher in der Cloud speichern möchten?: Die Software kann auf zahlreichen Computern installiert werden. So haben bei internationalen Gesellschaften Mitarbeiter in Deutschland Zugriff auf dieselben Dokumente wie beispielsweise in den USA. Besonders freundlich für die Nutzer sind Anbieter, deren Onlinespeicher-Software geänderte Daten selbstständig synchronisieren und in die Cloud laden. Obwohl auch über Internetbrowser auf die Cloud zugegriffen werden kann und die meisten Server eine Verschlüsselung der Daten garantieren, wird das Risiko eines ungewollten Zugriffs durch Dritte bei der Nutzung Smartphone oder Tablet über kostenlose Apps erheblich minimiert.

Der größte Unterschied zwischen einem Festplatten- und einem Online-Backup besteht also darin, wo die Daten liegen: auf der Festplatte in der Wohnung oder gespeichert in einem Rechenzentrum. Letztere Option bietet doppelten Schutz: So kann die Hardware nicht verloren gehen oder beschädigt werden. Und ein Hacking der Daten ist durch das professionelle Backup besonders schwierig.
Ist die Datensicherung in der Cloud kostenlos?

Die Vertragsmodelle und die jeweiligen Kosten für die Cloud-Dienste der verschiedenen Anbieter richten sich nach Art und Umfang. Microsoft, apple, dropbox, google – fast alle Unternehmen bieten auf ihren Cloud-Festplatten eine festgelegte Speichermenge anfangs kostenlos an. Wer mehr Kapazität wünscht, zahlt dann auch mehr.

Beispiele:

  • Dropbox: kostenlos bis zu 2 GB. Wer mehr als die gut 400 Fotos in mittlerer Auflösung zur Verfügung haben möchte, zahlt für weitere 50 GB im Monat US$ 9,90 oder US$ 99,99 pro Jahr.
  • Google Drive: bis zu 5 GB kostenlos, bis 25 GB monatlich US$ 29,88
  • iCloud: kostenlos bis zu 5 GB, Aufpreis für bis zu 50 GB landesabhängig: US$ 0,99 pro Monat in den USA, US$ 1,19 pro Monat in Albanien
  • Telekom Cloud: bis zu 25 GB kostenlos, bis zu 50 GB: US$ 5,50/Monat

Achtung: Simfy, Napster und andere Musik-Clouddienste schlagen mit monatlichen Preisen von zwischen 5 und 13 Euro zu Buche

Was bedeutet eigentlich …

Cloud Storage
Bei einer Cloud-Storage werden Daten an einem Remote-Standort verarbeitet und dem Nutzer via Internet oder anderen Netzwerken zugänglich gemacht.

Unterschieden werden:

  • Private Server – Nutzer haben nur eine bestimmte Umgebung zur Verfügung. Sie liegt hinter der Firewall eines Unternehmens und eignet sich in erster Linie bei Wunsch nach verstärkten Datenschutz und Kontrolle.
  • Öffentliche Server – wie Amazons Simple Storage Service. Die Umgebung steht mehreren Nutzern zur freien Verfügung und eignet sich besonders bei nicht-strukturierten Datensätzen.
  • Öffentlich-private Server – die sogenannten Hybrides Cloud Storage kombiniert die zuvor genannten Modelle. So können Unternehmen beispielsweise strukturierte Dateien privat und Archivdaten in einer öffentlichen Cloud ablegen.

Exchange Hosting
Privaten Nutzern oder ein-Mann-Betrieben mögen noch die kostenlosen Server großer Anbieter wie Google oder Microsoft ausreichen. Und je mehr Mitarbeiter das Unternehmen zählt, desto eher die Wahrscheinlichkeit, dass es einen eigenen On-Premise Exchange Server betreibt. Das Rechenzentrum liegt hier auf der hauseigenen Hardware und wird vom ebenso hauseigenen Personal gepflegt.

Kleinunternehmen liegen in der Mitte. Auch sie sollten nach einer professionellen Lösung suchen. Mit einem eigenen E-Mail-Server haben sie vollständige Kontrolle über ihre Kommunikationswege. Doch eine populäre Alternative ist der Hosted Exchange Server. Bei fehlender Zeit oder Know-how zum Betrieb des Servers ist diese sogenannte Hybrid-Lösung optimal. Denn hier wird der Server bei einem Anbieter gemietet, der sich um die jeweils anstehenden Aufgaben kümmert.

Online Backup in der Cloud
Ist es sicher, alle Daten in der Cloud zu speichern? Mit einem Cloud Backup sind jederzeit alle wichtigen Daten gesichert – sowohl Unternehmen, als auch private Nutzer haben Zugriff auf ihre jeweiligen Dateien bei den Internetservern.

Online-Backup versus Festplatte

  • Pro: Original und Kopie werden auf verschiedenen Medien gespeichert – hohe Sicherheit
  • Contra: hohe Kosten, Download kostet Bandbreite

Unterschied Online Backup und Cloud Speicher

  • Online Backup: stellt ausschlieβlich Sicherungskopien her
  • Cloud Speicher: gespeicherte Daten können mit Freunden geteilt werden

Warum man sich für Cloud Computing entscheiden sollte:

Noch sind Unternehmen in Deutschland eher zögerlich, was die Nutzung von cloud computing betrifft. Doch die Anzahl derer, die den Weg zum Internetspeicher beschreiten, steigt – und dies aus guten Gründen:

Mit der Online-Festplatte werden Dateien einfach mobil: Auf USB-Stick oder E-Mail kann verzichtet werden, via Web-Browser hat man jederzeit und von überall Zugriff auf die in der Wolke gespeicherten Dateien. Einige Anbieter synchronisieren Dokumente verschiedener Geräte – so muss keine Anpassung an die Dateiversion des jeweils anderen PCs, Smartphones oder Tablets vorgenommen werden. Auch der Schutz der gespeicherten Daten ist gewährleistet: Der Cloud-Dienstleister übernimmt die Aufgabe der sicheren Verschlüsselung. Dies wiederum spart die Zeit und Kosten, ein eigenes Textverarbeitungsprogramm auf dem Computer im Büro einzurichten.

Zudem wird die Software regelmäβig aktualisiert, auf manuelle Updates kann verzichtet werden. Auch sind die Kosten kalkulierbar – es gibt einen festen Betrag im Monat statt eines teuren Softwarepakets und folgenden Wartungsgebühren. Schlieβlich haben bei der Speicherung von Daten in der Cloud mehrere Anwender Zugriff auf ein und dieselbe Datei und können diese gemeinsam bearbeiten. Und wer kontrolliert die korrekte Speicherung der jeweils letzten Version? Die Cloud Software selbst!

Cloud-Dienste wachsen mit den Anforderungen:

  • Skalierbarkeit
  • Cloud-Anbieter nehmen Unternehmen alle technischen Probleme ab: Betriebssicherheit
  • Cloud-Anwendungen stehen überall und zu jeder Zeit zur Verfügung: Ressourceneffizienz

Cloud-Computing kostet nicht mehr als vereinbart:

  • kalkulierbare Kosten
In Deutschland boomen Start-ups, und ein Schritt zum Erfolg liegt in der Wahl der richtigen Cloud. Denn es ist mehr eine Frage, „welche“, und nicht, „ob“ Jungunternehmer eine Speicherung ihrer Daten im Internet mit in ihr Konzept aufnehmen sollten. (#01)

In Deutschland boomen Start-ups, und ein Schritt zum Erfolg liegt in der Wahl der richtigen Cloud. Denn es ist mehr eine Frage, „welche“, und nicht, „ob“ Jungunternehmer eine Speicherung ihrer Daten im Internet mit in ihr Konzept aufnehmen sollten. (#01)

Was spricht gegen die Nutzung einer Cloud?

  • Wer sich einmal für einen Anbieter entschieden hat, für den ist ein späterer Wechsel nicht immer leicht zu gestalten. Es bestehen Risiken, dass das Layout eventuell nicht genau so fortgeführt werden kann wie bislang, links zu weiteren Produktseiten nicht in dem aktuellen Umfang erhalten bleiben, Umsätze während der Umstellung einbrechen. Und besonders heikel ist ein kompletter Konkurs des Anbieters.
    Während Geschäftskunden bei hausinternen Servern ein vollkommener Datenschutz garantiert werden kann, ist dieser Wettbewerbsvorteil für Händler bei einer Eingabe aller relevanten Daten – also auch des Kundenstammes – in eine Cloud trotz umfassender Sicherheitsvorkehrungen nicht möglich.
  • Je nach Schnelligkeit der jeweiligen Internetleitung kosten Backups und Wiederherstellungen viel Zeit: Wer z.B. mit einem DSL-16000-Anschluss arbeitet, der muss sich rund drei Tage gedulden, ehe sein Download von 500 GB abschließend erfolgt ist!
  • In Deutschland boomen Start-ups, und ein Schritt zum Erfolg liegt in der Wahl der richtigen Cloud. Denn es ist mehr eine Frage, „welche“, und nicht, „ob“ Jungunternehmer eine Speicherung ihrer Daten im Internet mit in ihr Konzept aufnehmen sollten. (#01)
    In Deutschland boomen Start-ups, und ein Schritt zum Erfolg liegt in der Wahl der richtigen Cloud. Denn es ist mehr eine Frage, „welche“, und nicht, „ob“ Jungunternehmer eine Speicherung ihrer Daten im Internet mit in ihr Konzept aufnehmen sollten. (#01)

Ist die Cloud eine gute Wahl für Gründer und Jungunternehmer?

In Deutschland boomen Start-ups, und ein Schritt zum Erfolg liegt in der Wahl der richtigen Cloud. Denn es ist mehr eine Frage, „welche“, und nicht, „ob“ Jungunternehmer eine Speicherung ihrer Daten im Internet mit in ihr Konzept aufnehmen sollten.

Kosten sparen
Jedem Business-Einsteiger hilft es, am Anfang so gezielt und effizient wie möglich sein Budget zu verteilen. Neben Miet- und Personalkosten muss auch über Softwarelösungen für Webdesign, Buchhaltung und Kundenmanagement nachgedacht werden. Und das selbstverständlich besonders bedienungsfreundlich! Eine Cloud ist die ideale Lösung: Bis zu einem bestimmten Umfang Datenvolumen, steht sie anfangs sogar kostenfrei zur Verfügung!

Optimale Betriebsabläufe
Zudem beinhaltet eine Speicherung in der „Wolke“ je nach Ausführung zahlreiche Tools zu Buchhaltung, Personal und mehr. Mitarbeitern kann jederzeit Zugriff auf bestimmte Dokumente eingeräumt werden, Kundenmeetings und Chats online abgehalten.

Buchhaltung und Finanzen
Je nach Server, bietet die Software von Clouds zahlreiche Möglichkeiten, sein
Controlling bedarfsgerecht zu optimieren. Die Synchronisation von Zahlungsein- und
ausgängen ist ebenso hilfreich wie Apps mit automatischen Updates zu Steuer- und
Finanzrecht.

Personal- und Kundenmanagement
Personalakten zusammenfügen, neue Mitarbeiter rekrutieren und halten,
Fortbildungen und Interviews – auch bei der Personalorganisation bieten Clouds
zahlreiche Erleichterungen. Und das effiziente Verwalten von Kundendaten mit
zeitgleicher Prozessoptimierung hilft, Zielgruppen zu definieren und Kunden
langfristig an sich binden zu können.

Sicherheit
Datenschutztools und zuverlässige Verschlüsselungsoptionen sorgen für ein grundsätzlich hohes Maβ an Sicherheit. Gerade im professionellen Bereich ist es besonders wichtig, die Privatsphäre der Kunden so gut wie möglich zu sichern. Nur so kann Vertrauen geschaffen werden. Durch die dezentrale Ablage in der Cloud sind Daten vor internen Serverausfällen geschützt und können im Backup eingesehen werden. Allerdings ist es empfehlenswert, vor Vertragsschluss mit einem Anbieter dessen Datenschutzrichtlinien genau zu studieren. Offizielle Zertifikate und Prüfsiegel helfen dabei, die Spreu vom Weizen unterscheiden zu können.

Fazit

Wer wissen möchte, ob er einen Cloud Anbieter für die sichere Datenspeicherung nutzen sollte, sollte sich die folgenden Fragen wahrheitsgemäß beantworten:

  • Für welchen Unternehmensbereich wird Cloud Computing benötigt?
  • Sollen Dateien mit Mitarbeitern geteilt werden?
  • Will man sich vertraglich zu monatlichen Zahlungen verpflichten?
  • Welche Leistungen kann man im Laufe der Zeit bei dem Cloudservice noch dazu buchen?
  • Was garantiert der Anbieter in Bezug auf die ständige Verfügbarkeit und die Verschlüsselung aller Dateien? Und kann ich somit meine
Infografik: Cloud Computing liegt voll im Trend!

Infografik: Cloud Computing liegt voll im Trend!

Daten sicher in der Cloud speichern?

Kann man problemlos Dokumente downloaden, importieren und exportieren? In allen gewünschten Formaten?
Gibt es Synergieeffekte wie Schnittstellen zu bereits genutzten Servern?

Anbieter End-to-End-Verschlüsselung
Acronis ja
Backblaze ja
Dogado ja
Mozy ja
Netclusive ja
Strato nein

Quelle: eigene Recherchen, Irrtum vorbehalten.

Achtung Ausland!!

USA
Seit den Enthüllungen geheimer Dokumente durch Edward Snowden, gilt in den USA der sogenannte Patriot Act, das Heimatschutzgesetz. Mit diesem werden nordamerikanischen Behörden in Zweifelsfällen Zugriff auf Rechenzentren garantiert. Es können also auch sämtliche Clouds durchsucht werden. Die verpflichtende Freigabe dieser Daten gilt auch für US-amerikanische Anbieter in Europa und Übersee. Es hilft es auch nichts, auf iPhone oder iCloud zu verzichten: Welche Gesellschaft auch immer Wirtschaftsbeziehungen zu den USA unterhält, untersteht den Ausführungen dieses Gesetzes. So zum Beispiel die Deutsche Telekom mit ihrem Tochterunternehmen T-Mobile USA. Es gibt also keine Möglichkeit, sich dem Patriot Act zu entziehen und die strengen europäischen Datenschutzregeln über Datenvertraulichkeit und allgemein geltendes Übermittlungsverbot in unsichere Drittländer anzuwenden. Ein Catch 22 für Cloud-Anbieter mit rechtlichen Links in die USA: Sie verstoßen entweder gegen das US-amerikanische Recht oder können ihren Kunden hierzulande keine 100%ige Datensicherheit garantieren und die Daten können nicht sicher in der Cloud gespeichert werden.

China
Im vergangenen Jahr erregte die Verwaltung der chinesischen Stadt Chongqing mit der Ankündung einer sogenannten „filterfreien Sonderzone für Rechenzentren“ Aufsehen. Zehn km² soll das in China einmalige Areal messen, in dem künftig Glasfaserkabel internationalen Unternehmen eine direkte und unzensierte Korrespondenz mit dem Ausland ermöglichen. Überall sonst im Land können auch Cloud-Anbieter keine Verschlüsselung von Kundendaten garantieren.

Indien
In Indien existiert faktisch kein Gesetz zum Schutz privater und Unternehmensdaten.
Seit bei Terroranschlägen in Bombay Blackburrys den Attentätern ihre Kommunikation erleichterten, wurden die Befugnisse zur Einsicht in E-Mail- und Messenger-Dienstleistungen wie der Cloud noch verschärft.

Allgemein
Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass das allgemeine Sicherheitsniveau im Land ein Zeichen für das Verhalten von Regierung und Behörden auch gegenüber ausländischen Betroffenen beim Datenschutz ist. Betroffene Cloud-Dienstleister sind demnach nicht in der Lage, ihren Kunden in den entsprechenden Nationen eine 100%ige Vertraulichkeit und Integrität der anvertrauten personenbezogenen Daten zu garantieren.

Tipps:

  • Mit EU-weit geltenden Clouds werden Probleme mit dem hiesigen Datenschutz vermieden und die Daten können sicher in der Cloud gespeichert werden
  • Im Fall der Nutzung internationaler Cloud-Varianten bei unsicheren Drittstaaten sollten Garantien über den Datenschutz gefordert werden
  • Im Extremfall sollte der Vertrag vorzeitig gekündigt werden können
  • Vor Vertragsschluss empfiehlt sich eine Beurteilung des Datenschutzes in den Drittstaaten
  • Verträge sollten absolut wasserdicht gestaltet werden
Anbieter Wo steht der Server?
Acronis Deutschland
Backblaze USA
Carbonite USA
Dogado Deutschland
iDrive USA
Livedrive EU
Mozy EU
Netclusive Deutschland
Strato Deutschland

Quelle: eigene Recherchen, Irrtum vorbehalten.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: hywards -#01:GaudiLab

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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