Selbständig als Begleitdame? Rechtliches und mehr

Selbständig als Begleitdame? Rechtliches und mehr

Der Escortservice gehört zu den vielseitigsten Serviceberufen, dennoch bedeutet er nicht nur einen Job, sondern kann eine enorme psychische Herausforderung darstellen. Wer sich in einem solchen Dienstleistungsberuf bewegen möchte, muss eine besondere Persönlichkeit mitbringen, um erfolgreich zu sein und psychisch stark zu bleiben.

Selbstständiger Escortservice: Persönliche Voraussetzungen

Die wohl wichtigste Voraussetzung, um mit einem Escortservice erfolgreich zu sein, ist ein starkes Selbstbewusstsein. Nur diejenigen, die stark auftreten, die sich trauen, den Mund aufzumachen und von sich und ihrem Selbst überzeugt sind, können in diesem Beruf bestehen. Dabei ist der Escortservice nicht mit der Prostitution zu verwechseln, auch wenn es sich um eine Dienstleistung handelt, bei der sich die Dame als Person einbringt.

Als Voraussetzung ist neben dem Selbstbewusstsein aber auch Offenheit zu nennen – die Begleitdame sollte offen allem Neuen gegenüber sein, neugierig und vielleicht sogar ein bisschen abenteuerlustig. Da sich niemand mit dem „Dummchen“ an der Seite zufriedengeben wird, sind Intelligenz, Humor und Beredtheit ebenfalls wichtig. Nicht zuletzt kommt es auf das Aussehen an – auch hier ist nahezu Perfektion gefragt.

Nicht zuletzt sollte eine gute Begleitdame schauspielern können – und das auf hohem Niveau! Denn niemand sollte mitbekommen, dass hier etwas gespielt wird, es handelt sich um eine Art „nicht sichtbares“ Schauspielern.

Der klassische Escortservice bezeichnet die Begleitung von Personen zu verschiedenen Veranstaltungen oder bei ihren Unternehmungen. (#01)

Escortservice als Gewerbebetrieb?

Der klassische Escortservice bezeichnet die Begleitung von Personen zu verschiedenen Veranstaltungen oder bei ihren Unternehmungen. Dass der Auftraggeber und die Begleitdame nach ihrer Unternehmung bei „Bettaktivitäten“ landen, ist so nicht vorgesehen und auch nicht Inhalt der Serviceleistungen. Zu Unrecht wird der Escortservice immer wieder mit sogenannter High Class Prostitution gleichgestellt!

Wer sich mit einem Escortservice selbstständig machen möchte, muss sich beim Finanzamt anmelden und dort seine unternehmerische Tätigkeit kundtun. Schwierig ist jedoch, dass Begleitdamen nicht angestellt sind, sondern selbstständig arbeiten – gleichzeitig unterliegen ihre Einnahmen aber der Umsatz- und Gewerbesteuer sowie der stets üblichen Einkommenssteuer. Wer bei einer Escortserviceagentur arbeitet, muss sich im Übrigen selbst beim Finanzamt melden, es ist nicht Aufgabe des Agenturinhabers, die Begleitdamen anzuzeigen!

Der Escortservice als Gewerbebetrieb stellt eine Art Vermittlungsagentur dar. Das heißt, der Service ist das Bindeglied zwischen den Menschen, die eine Begleitdame suchen und der Dame selbst. Beide Seiten können einander vorgestellt werden, die Annahme des Auftrags obliegt jedoch der Dame. Die Agentur vermittelt und bewirbt diese lediglich.

Unterschiede zwischen Escortservice, Prostitution und Kundenbetreuung

Prostitution und Escort werden immer wieder gleichgesetzt, sind es aber nicht. Denn Prostitution verlangt das Ausführen von sexuellen Handlungen gegen Geldzahlungen, Escort hingegen bedeutet lediglich die Begleitung zu Unternehmungen. Wer also nicht allein zur Unternehmensfeier gehen möchte, sucht sich eine Begleitdame, wer nicht allein ins Bett will, eine Prostituierte. Durch die allgemeine Gleichstellung kommt es aber, dass auch von vielen Escortdamen die wöchentliche ärztliche Untersuchung verlangt wird, der sich Prostituierte unterziehen müssen.

Gern wird der Escortservice mit der Tätigkeit einer Hostess verglichen, was aber ebenso falsch ist. Denn eine Hostess ist dafür verantwortlich, Kunden zu betreuen, sie arbeitet auf einer Messe oder als Flugbegleiterin. Oftmals ist sie für die Bewirtung der Gäste zuständig, sie wird aber nicht allein zur Betreuung eines einzelnen Kunden gebucht.

Gerade in großen Städten sind alle drei Formen des Betreuungsservices zu finden – und das gleich in mehrfacher Ausführung. Wer nach einem Escortservice in München sucht, wird mit zahlreichen Angeboten belohnt, das Gleiche gilt für die Suche nach Hostessen oder Prostituierten, wobei Letztere häufig weniger stark öffentlich beworben und „angeboten“ werden.

Prostitution und Escort werden immer wieder gleichgesetzt, sind es aber nicht. Denn Prostitution verlangt das Ausführen von sexuellen Handlungen gegen Geldzahlungen, Escort hingegen bedeutet lediglich die Begleitung zu Unternehmungen. (#02)

Prostitution und Escort werden immer wieder gleichgesetzt, sind es aber nicht. Denn Prostitution verlangt das Ausführen von sexuellen Handlungen gegen Geldzahlungen, Escort hingegen bedeutet lediglich die Begleitung zu Unternehmungen. (#02)

Businessplan als Voraussetzung für den Escortservice

Wer sich als Begleitdame selbstständig machen und einen Escortservice gründen möchte, kommt um das Aufstellen eines Businessplans nicht herum. Das unterscheidet die Tätigkeit nicht von jedem anderen Unternehmen, welches gegründet werden soll.

Darin enthalten sein müssen die folgenden Punkte:

  • Beschreibung des Vorhabens in wenigen Stichpunkten
  • Vorstellung der Geschäftsidee
  • Nutzen für den Kunden
  • Name und Qualifikation des Gründers
  • Marktanalyse
  • Wettbewerbsbetrachtung
  • Marketingstrategien
  • Unternehmensform
  • Finanzbedarfsplanung
  • Risikobetrachtung

Wie in jedem Businessplan sollte das Alleinstellungsmerkmal des Escortservices aufgeführt und detailliert erläutert werden. Wichtig ist dabei vor allem, wie sich die Agentur von der Fülle der anderen Anbieter abzuheben gedenkt und welche Marketingmaßnahmen so besonders sind, dass sich die Augen der Kunden auf die Agentur richten werden.

Zielgruppe und Zukunftsaussichten

Statistiken zeigen, dass die meisten Auftraggeber eines Escortservices junge Männer ab dreißig Jahren sind. Nach oben ist alles offen, sodass auch Herren im Rentneralter durchaus eine Begleitdame buchen, wenn sie zu einer großen Feier eingeladen sind oder einfach nur den Wunsch nach einer attraktiven Begleitung verspüren. Nur ein Bruchteil der Auftraggeber der Agentur sind Frauen, die einen Mann suchen, doch in jüngerer Zeit ist hier eine gewisse Bewegung zu beobachten.

Viele junge Frauen nutzen den Escortservice als Chance, um ein eine andere Welt aufzusteigen. Da sie sehr hübsch sind, finden sie durch die Teilnahme bei bestimmten Veranstaltungen teilweise einen Weg in die Modelszene. Andere wiederum werden von Regisseuren entdeckt und ergattern vielleicht sogar eine Filmrolle. Was die Dame aus ihrem Job macht, liegt allein in ihrer Hand, denn die Agentur darf ihr keine Vorschriften machen. Sie allein entscheidet, welche Jobs sie annimmt und ob sie den Schritt weiter in die Prostitution geht. Diesen Schritt wieder rückgängig zu machen, ist allerdings sehr schwer – daher sollte er gut überlegt sein!

Geht es um die – hoffentlich erfolgreiche – Gründung einer Begleitagentur, so spielt der Ort der Gründung eine wichtige Rolle. In welcher Stadt wollen Sie die Leistungen anbieten? (#03)

Die Wahl des richtigen Ortes

Geht es um die – hoffentlich erfolgreiche – Gründung einer Begleitagentur, so spielt der Ort der Gründung eine wichtige Rolle. In welcher Stadt wollen Sie die Leistungen anbieten? Region oder überregional? Stellen Sie sich die Frage, ob die Menschen in Ihrem direkten Umfeld etwas von Ihrer Tätigkeit erfahren dürfen oder ob Sie nicht doch lieber einen Unternehmensort wählen, der weiter von Ihrem zu Hause entfernt ist. Letzteres gewährleistet etwas Anonymität, wenngleich die Wege, auf denen derartige Informationen bis in die nächste Nachbarschaft dringen, oft unergründlich sind.

Meist ist eine Großstadt die beste Wahl, hier herrscht meist ein reger Kundenstrom. Doch auch eine abgelegene Gegend kann sinnvoll sein, allerdings stellt sie die Marketingvorhaben vor große Herausforderungen. Das große Eingangsschild mit der Aufschrift „Escortservice” werden Sie nicht aufzuhängen brauchen, denn häufig werden Damen, die für eine derartige Agentur arbeiten, nicht erkannt werden wollen, wenn sie ihren Arbeitsplatz aufsuchen. Insofern stellt die Wahl des richtigen Ortes eine echte Herausforderung dar, denn Sie müssen den Spagat zwischen Anonymität und Auffälligkeit meistern.

Tipps zu Werbung und Marketing

Eine Begleitdame kann noch so hübsch, intelligent und humorvoll sein – wenn niemand weiß, dass es sie gibt, verhungert sie in ihrem Job. Es kommt daher auf eine gute Marketingstrategie an, mit der neue Kunden gewonnen werden sollen. Hier spielt das Internet eine entscheidende Rolle, denn die meisten Agenturen werben im Netz für sich. Das hat den Vorteil, dass sie von genau den Menschen gesucht und gefunden werden, für die sie arbeiten wollen. Wer hingegen einfach ein Plakat an die nächste Litfasssäule hängt, ist zusätzlich für alle anderen Passanten und Menschen, die nicht zur Zielgruppe gehören, präsent.

Neben der Einrichtung einer eigenen Homepage spielt die Werbung auf Facebook, Twitter oder die Präsenz in verschiedenen Erotikportalen eine Rolle. Allerdings ist die letztgenannte Möglichkeit für die Escortservices ungeeignet, die tatsächlich nur die Begleitung der Kunden anbieten und bei denen Prostitution keine Rolle spielt.

Die Onlinevermarktung hat folgende Vorteile:

  • Große Reichweite
  • International erreichbar
  • Anonymes Kennenlernen der Beteiligten möglich
  • Gewisse Anonymität bleibt gewahrt
  • Zielgruppengenaues Werben möglich
Selbststaendig alsDa eine Begleitdame immer auch mit Fotomaterial beworben wird, kommt vor allem der Kooperation mit einem Fotografen eine besondere Bedeutung zu. (#04)

Selbststaendig alsDa eine Begleitdame immer auch mit Fotomaterial beworben wird, kommt vor allem der Kooperation mit einem Fotografen eine besondere Bedeutung zu. (#04)

Zusammenarbeiten möglich?

Allgemein ist im Geschäftsleben immer wieder davon die Rede, dass Kooperationen und die Bildung eines festen und tragfähigen Netzwerkes unverzichtbar sind. Das ist für eine Escortserviceagentur nicht anders und die Zusammenarbeit mit anderen Firmen ist teilweise sogar nötig, um als Unternehmen überhaupt bestehen zu können. Als wichtige Unternehmen sind hier zum Beispiel Fotografen und Modelagenturen zu nennen, Messeveranstalter und Konzertdienste.

Da eine Begleitdame immer auch mit Fotomaterial beworben wird, kommt vor allem der Kooperation mit einem Fotografen eine besondere Bedeutung zu. Auch auf Messen lässt es sich hervorragend werben – es ist daher sinnvoll, den Begleitservice im Rahmen der Messebetreuung auszuweiten. Auch wenn öffentliche Veranstaltungen meist nicht auf den Escortservice setzen, so können diese doch ein gutes Sprungbrett zu gut betuchten (künftigen) Auftraggebern sein. Wichtig ist nur, sich mit den Veranstaltern gut zu stellen, sodass diese auch tatsächlich Buchungen vornehmen.

Und die Versicherungen?

Ganz nüchtern betrachtet ist der Escortservice ein Job wie jeder andere auch. Das heißt aber, dass die Begleitdame wie üblich der gesetzlichen Sozialversicherung unterliegt. Sie muss sich allerdings selbst versichern, weil sie nicht als Angestellte tätig ist. Die private Krankenversicherung ist hier ebenso möglich wie die freiwillig gesetzliche – damit einher gehen die üblichen Beiträge, die einkommensgerecht berechnet werden. Auch die Rentenversicherung darf nicht vergessen werden, denn in der Regel unterliegt auch eine Begleitdame der Rentenversicherungspflicht.

Weitere Versicherungen sind nicht verpflichtend, sondern sollten „nach Gefühl“ abgeschlossen werden. Sinnvoll ist in jedem Fall eine Unfallversicherung, denn auf dem Weg zum Kunden kann schnell etwas passieren. Dazu kommen die Versicherungen für die Büro- oder Agenturräume, zu denen die Haftpflichtversicherung sowie die Inventarversicherung gehören.

Wichtig: Die Sicherheit der Begleitdamen kann ebenfalls durch einen Begleitschutz gewährleistet werden, der sie zumindest bei eher fragwürdigen Aufträgen schützt. (#05)

Wichtig: Die Sicherheit der Begleitdamen kann ebenfalls durch einen Begleitschutz gewährleistet werden, der sie zumindest bei eher fragwürdigen Aufträgen schützt. (#05)

Sicherheitsvorkehrungen treffen

Wenn in einer Agentur mehrere Begleitdamen arbeiten und die Agentur tatsächlich eine solche ist (und nicht nur pro forma unter diesem Namen gegründet wurde), so sollten auch alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Notausgänge müssen vorhanden sein, auch der Feuerlöscher darf nicht fehlen. Dazu kommt ein ausgebildeter Ersthelfer, teilweise ist es ratsam, auf einen privaten Sicherheitsdienst zu setzen, der Türsteher und Personenschützer stellt. Für die gebäudetechnische Sicherheit gibt es bestimmte Vorgaben, die zwingend eingehalten werden müssen und ohne die keine Geschäftsräume geführt werden dürfen.

Wichtig: Die Sicherheit der Begleitdamen kann ebenfalls durch einen Begleitschutz gewährleistet werden, der sie zumindest bei eher fragwürdigen Aufträgen schützt. Ob und in welchem Umfang ein derartiger Schutz möglich ist, muss auch immer mit dem Auftraggeber abgeklärt werden.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Alex Volot  -#01: AS Inc  -#02: Kaspars Grinvalds -#03:  Nejron Photo -#04:   Dean Drobot  -#05:  iordani

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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