Marketing Tipps für Startups: Alles online oder was?

Marketing Tipps für Startups: Alles online oder was?

Ein junges Unternehmen muss bekannt werden, um Kunden zu aquirieren und sein Produkt zu verkaufen. Am einfachsten geht das über das Internet. Wir erklären die Grundlagen des Online Marketings und zeigen aber auch, dass das längst nicht alles ist.

Von der Webseite bis zur Leuchtreklame

Mit ein paar Klicks und sehr überschaubarem finanziellen Aufwand kann heute jeder eine eigene Webseite online stellen. Aber dass daraus auch ein florierendes Business wird, ist damit längst nicht gesagt, denn zu einem funktionierenden Online-Marketing gehört noch einiges mehr. Von der Suchmaschinenoptimierung über Suchmaschinenwerbung und Content Marketing bis hin zum Marketing in Social Media Kanälen haben wir einen kurzen Überblick zum Online Marketing erstellt. Doch damit nicht genug, denn auch offline muss ein Startup Präsenz zeigen und auf sich aufmerksam machen.

Die eigene Webseite

Mit Content Management Systemen (kurz CMS) kann heutzutage im Handumdrehen eine ansprechende Webseite gestaltet werden, ohne dass man Ahnung von HTML-Code und ähnlichem haben muss. Das am häufigsten genutzte CMS ist WordPress. Damit lassen sich nicht nur einfache Websites erstellen, sogar Shop-Systeme lassen sich mittlerweile damit umsetzen. Tausende Design-Vorlagen, die im World Wide Web in der Regel für kleines Geld erhältlich sind, machen es Startups unglaublich einfach, eine eigene Homepage mit eingebundenem Online-Shop zu erstellen, die dazu auch noch gut und vor allem professionell aussieht. In den meisten dieser Themens genannten Vorlagen ist zugleich eine mobile Version enthalten, so dass die Webseite auch für Smartphone-Displays perfekt angepasst ist.

Mit dem Erstellen einer Struktur und den jeweiligen Seiten, dem Hinzufügen eigener Logos, Bildern und Texten, sowie dem Anpassen der Farbgebung ist die Gestaltung eigentlich schon abgeschlossen.

Tausende Design-Vorlagen, die im World Wide Web in der Regel für kleines Geld erhältlich sind, machen es Startups unglaublich einfach, eine eigene Homepage mit eingebundenem Online-Shop zu erstellen, die dazu auch noch gut und vor allem professionell aussieht. (#02)

Tausende Design-Vorlagen, die im World Wide Web in der Regel für kleines Geld erhältlich sind, machen es Startups unglaublich einfach, eine eigene Homepage mit eingebundenem Online-Shop zu erstellen, die dazu auch noch gut und vor allem professionell aussieht. (#02)

Suchmaschinenoptimierung

Eigentlich. Denn die schönste Webseite nützt nichts, wenn keine Besucher kommen. Damit Besucher, die zu Kunden werden sollen, auf die Seite kommen, muss die Seite auch gefunden werden. Zwar gibt es mit Bing von Microsoft einen Konkurrenten, der dem Suchmaschinengiganten Google immer mehr Marktanteile abgreift. Die sind aber immer noch verschwindend gering und letztlich funktionieren die Algorithmen im Hintergrund relativ ähnlich.

Die Webseite muss nämlich so gestaltet und aufgebaut sein, dass Google und Co sie für wichtig erachten, so dass sie bei der Suche nach einem bestimmten Keyword möglichst weit oben landen. Die ersten drei Plätze sollten das Ziel sein, denn das sind die Positionen, auf die der Nutzer klickt. Je weiter hinten desto weniger Suchende klicken auf das entsprechende Ergebnis.

Über das Wie der Suchmaschinenoptimierung sind Bücher geschrieben worden, Artikel und Aufsätze verfasst und noch mehr Menschen haben sich darüber die Köpfe zerbrochen. Denn die Suchmaschinenkonzerne lassen sich natürlich nicht in die Karten schauen, schrauben beständig an ihren eigenen Algorithmen herum und stellen so die Suchmaschinenoptimierer vor ständig neue Herausforderungen. Wo man sich früher mit möglichst vielen Links gute Platzierungen bei Google erkaufen konnte, ist es heute nicht mehr so einfach. Denn Google selbst sind die Methoden ein Dorn im Auge und Seiten, die auf solchen Praktiken setzten, wurden mit teils dramatischen Sichtbarkeitsverlusten bestraft, was die ein oder andere Firma an den Rand ihrer Existenz brachte. Im Jahr 2018 heißt es, mit Inhalten zu überzeugen. Inhalte, die besser sind als die der Konkurrenz. Inhalte, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten und die das Problem, für dass er eine Suchanfrage gestartet hat, am ehesten löst.

Einen Überblick über die (wohl) wichtigsten Rankingfaktoren bei Google und Co gibt es auf internetworld.de.

Video: Die besten Tipps für Startup-Unternehmen – Welt der Wunder

Werbung in Suchmaschinen

Immer wichtiger ist in den vergangenen Jahren die Werbung in Suchmaschinen geworden. Wo vor Jahren bei der Google-Suche noch hauptsächlich „echte“ Ergebnisse weit oben platziert waren, dominieren heute deutlich die bezahlten Einblendungen. So sind die ersten drei Ergebnisse nur durch das kleine und schnell zu übersehende Wort „Anzeige“ als solche erkennbar. Hier für einen bestimmten Suchbegriff postiert zu sein, ist ebenfalls ungemein wichtig.

Das funktioniert mit Suchmaschinenwerbung, die direkt bei Google und Co gebucht werden kann. Je umkämpfter ein Suchbegriff ist, desto teurer ist auch die Werbung dafür. Einmal eingerichtet, lassen sich so aber vor allem ohne viele eigene Inhalte zu haben, aber doch bereits die richtigen, erste Besucher auf die Seite locken und vom eigenen Auftritt und/oder Produkt überzeugen.

Marketing mit Social Media Kanälen

Ein wichtiger Bestandteil des Online Marketings im Jahr 2018 sind Social Media Kanäle. Auch Facebook und Co wollen genutzt werden, denn dort treiben sich mittlerweile alle Altersschichten herum. Mit geschickt gestreuten Bildern und Videos kann um ein Produkt ein regelrechter Hype entstehen. Nutzer teilen die Inhalte und mehr und mehr Nutzer erfahren vom Startup und deren Neuheit.

Allerdings sind soziale Netzwerke schnelllebig. Die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer ist kurz, in manchen Netzwerken sogar sehr bis extrem kurz, so dass es gilt mit den jeweils für seine Zielgruppe angepassten Inhalten zu überzeugen.

Wer Trends frühzeitig erkennt und auf einen Zug früh genug aufspringt, kann sich mit überschaubarem Aufwand im Vergleich günstige Reichweite verschaffen. Eine einmal gewonnene Followerschaft gilt es allerdings auch bei Laune zu halten. Dafür gehört das regelmäßige Teilen von hochwertigen Inhalten. Das sollte entsprechend im Voraus in einem Redaktionsplan festgehalten werden.

Nicht zuletzt schreiben Facebook und Co vor allem deswegen schwarze Zahlen und streichen hohe Gewinne ein, weil sich Unternehmen die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer erkaufen. Dazu werden Anzeigen gestchaltet, die sich sehr gut auf die jeweilige Zielgruppe ausrichten lassen.

Video: SEO für Anfänger – Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung – Wie funktioniert Google?

Weitere Hebel im Online Marketing-Mix

Damit ist das Kapitel des Online Marketings für Startups jedoch längst noch nicht abgeschlossen, soll aber anschließend nur noch um Stichworte ergänzt werden, die es abzuarbeiten gilt.

Die sogenannte Conversion Optimierung des eigenen Webauftritts zielt darauf ab, aus Besuchern der Seite auch Kunden zu machen. Regelmäßige E-Mail-Newsletter halten den Kunden auf dem Laufenden und funktionieren nach wie vor erstaunlich gut. Im weiteren Verlauf sollten sich Startups auch mit den Themen Content und Affiliate Marketing, Apps für mobile Geräte wie Smartphone und Tablet und Banner-Werbung befassen.

Offline-Marketing für Startups

Neben dem Online Marketing-Mix ist aber auch die Welt außerhalb des Internets wichtig. Ein paar Tipps wie Startups zusätzlich auf sich aufmerksam machen können.

Flyer

Den guten alten Flyer gibt es nach wie vor. Flyer sind das Äquivalent des Banners auf einer Homepage. Sie müssen auffallen und doch das Produkt und die Marke repräsentieren. Ein blindes Verteilen der Flyer dürfte aber nur wenig bringen. Besser ist es, zu analysieren, wo sich die Zielgruppe des Produkts oder des Unternehmens finden lässt und dort die Flyer auszulegen. Lokal ist hier Trumpf.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen und oft gar nicht so teuer wie gedacht, ist die Werbung in Fach-Zeitschriften. (#01)

Ebenfalls nicht zu unterschätzen und oft gar nicht so teuer wie gedacht, ist die Werbung in Fach-Zeitschriften. (#01)

Messen

Fachmessen ziehen erstaunlich viele Besucher an und so gilt es gerade für junge Startups dort auch vertreten zu sein und den Kontakt zu den Kunden zu suchen. Ein gesamtheitlich runder Auftritt gehört da selbstredend dazu. So sollte natürlich auch der Messestand das Corporate Design des Startups widerspiegeln. Die langfristig angelegte Investition in eine ansprechende Rückwand mit zusätzlichen Roll-Up-Displays ist für den Anfang vielleicht nicht ganz billig, die Wirkung ist aber keinesfalls zu unterschätzen. Wer auf Messen dann vielleicht sogar Vorträge zu passenden Themen hält, kann so Messebesucher an seinen Stand locken.

Werbung in Offline-Medien

Ebenfalls nicht zu unterschätzen und oft gar nicht so teuer wie gedacht, ist die Werbung in Fach-Zeitschriften, aber auch im Radio. Zwar kosten ganzseitige Anzeigen in Magazinen nicht wenig. Bei entsprechender Auflage wird damit aber die genau passende Zielgruppe erreicht. Ähnliches gilt für Radiowerbung. In zig Haushalten und an Arbeitsplätzen läuft ständig das Radio. Hat die Werbung einen hohen Wiedererkennungswert (bestes Beispiel: Seitenbacher Müsli) kann man so auch als Startup neue Kunden aquirieren.

Weitere Offline-Marketing Empfehlungen

Bei Netzwerktreffen lassen sich Unternehmenskontakte knüpfen. Das Bekleben von Fahrzeugen ist mit geringen Mitteln schnell umgesetzt. Richtig platzierte Plakate mit Wow-Effekt machen aufmerksam. Fernsehwerbung dürfte für die meisten Startups allerdings erst einmal nicht finanzierbar sein.

Fazit

Das Marketing für Startups sollte aus einem guten Mix bestehen. Die Grundlagen des Online Marketings sind heute wichtige Voraussetzung, um überhaupt erst einmal wahrgenommen zu werden. Außerhalb des Internets sorgen klassische Printprodukte und Messeauftritte für Aufmerksamkeit und mehr Bekanntheit.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Pressmaster -#01: kurhan -#02: NicoElNino

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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