Unicorn Startup: Marktbewertung von dem Börsengang

Unicorn Startup: Marktbewertung von dem Börsengang

Unicorn Startup: Das ist der Ritterschlag unter den Startups. Doch so selten wie Einhörner sind sie gar nicht. Tatsächlich gibt es auch Startups, die es bereits nach einigen Monaten zu diesem Status gebracht haben. Wer das ist und was sich dahin der verbirgt, erfährt man hier.

Unicorn Startup: Was verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Mit einem Unicorn Startup bezeichnet man junge Unternehmen, die mehr als eine Milliarde wert sind. Gerade bei Startups kommt das nicht häufig vor und so kreierte die Finanzexpertin Aileen Lee den Begriff Unicorn Startup um zu zeigen, wie selten das tatsächlich vorkommt: Ungefähr so selten, wie man das mythologische Tier nämlich zu Gesicht bekommt. Obwohl es diese Startups im Gegensatz zu Einhörnern wirklich gibt.

Unicorn Startup: Vier Monate oder 15 Jahre?

Ein Startup schaffte es dabei innerhalb von unglaublichen vier Monaten eine Bewertung von über einer Milliarde zu erzielen und damit zu einem Unicorn Startup zu werden: Jet.com. Der Online-Shop, der sich auf einen speziellen Algorithmus verlässt, ist im Jahr 2015 angetreten, Amazon von seinem Sockel zu stoßen. Jedenfalls was die Bewertung des Unternehmens innerhalb dieser kurzen Zeit betrifft, sieht das doch ganz vielversprechend aus.

Neben dem super schnellen jet.com gibt es aber auch Startups, die länger brauchen, um die Bewertung eines Unicorn Startups zu erreichen. Die bekannte Musik-Such-App Shazam brauchte mehr als 15 Jahre, um mehr als eine Milliarde US Dollar wert zu sein. Aber besser spät als nie, oder?

Unicorn Startups: Sie sind gar nicht so selten, wie man vielleicht denkt

Tatsächlich gibt es mehr Startups, die eine Bewertung von über einer Milliarde erreichen, als Einhörner. Das allein wird jetzt vielleicht noch niemanden überraschen. Aber auch die Zahl der Unicorn Startups und die Zeit, in der sie diese Bewertung erreicht haben, ist schon beachtlich.

Neben dem bereits erwähnten Unicorn Startup jet.com gibt es noch 13 weitere, die in unter 2 Jahren eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar erhalten

Tatsächlich gibt es mehr Startups, die eine Bewertung von über einer Milliarde erreichen, als Einhörner. (#02)

Tatsächlich gibt es mehr Startups, die eine Bewertung von über einer Milliarde erreichen, als Einhörner. (#02)

haben.

Und zwar die folgenden:

  • APUS Group
  • Rong360
  • BeiBei
  • Iwjw
  • 58 Dooja
  • Lamabang
  • Uptake
  • WEPiao
  • WeWork
  • Xiaomi
  • Oscar Health Insurance Co.
    Neben dem bereits erwähnten Unicorn Startup jet.com gibt es noch 13 weitere, die in unter 2 Jahren eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar erhalten haben. (#01)

    Neben dem bereits erwähnten Unicorn Startup jet.com gibt es noch 13 weitere, die in unter 2 Jahren eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar erhalten haben. (#01)

Auch sehr bekannte Marken am Markt zählen zu den Unicorn Startups:

 

  • Uber
  • Dropbox
  • Pinterst
  • Airbnb
  • Snap

gehören dazu.

Es gibt nicht nur Unicorn Startups, es geht sogar noch erfolgreicher

Natürlich muss man schon eine sehr erfolgreiche Firma sein, um zu einem Unicorn Startup zu werden, aber es geht sogar noch besser:

Neben der Bewertung von über einer Milliarde US Dollar, gibt es auch noch spezielle Ausdrücke für Unternehmen, die sogar noch erfolgreicher sind:

Ein decodern ist ein Unternehmen, das sich von einem Startup zu einer Firma mit einem Wer von über 10 Milliarden US Dollar mauserte und ein hectocorn ist ein Unternehmen, das sogar mehr als 100 Milliarden US Dollar wert ist.

Viele Unicorn Startups wurden zu solchen, weil sie von einem großen Unternehmen aufgekauft wurden. Gerade die großen Player am Markt, wie Facebook und Google sind dafür bekannt, dass sie gerne Startups aufkaufen. (#03)

Viele Unicorn Startups wurden zu solchen, weil sie von einem großen Unternehmen aufgekauft wurden. Gerade die großen Player am Markt, wie Facebook und Google sind dafür bekannt, dass sie gerne Startups aufkaufen. (#03)

Einhörner wachsen schnell

Es scheint sich ein neuer Trend am Startup-Markt zu zeigen. Neuere Startups, also die, die in den Jahren 2012 bis 2015 gegründet wurden, scheinen weitaus schneller zu wachsen, als Startups, die zwischen 2000 und 2013 das Licht der Welt erblickten. Woran kann das liegen? Vier unterschiedliche Gründe werden dafür verantwortlich gemacht:

  1. Übernahmen:
    Viele Unicorn Startups wurden zu solchen, weil sie von einem großen Unternehmen aufgekauft wurden. Gerade die großen Player am Markt, wie Facebook und Google sind dafür bekannt, dass sie gerne Startups aufkaufen und ihnen damit – beabsichtigt oder nicht – eine Milliardenbewertung verschaffen.
  2. Börsengang abwarten:
    Die Bewertung eines Unicorn Startups kann das Startup nur dann bekommen, wenn es überhaupt bewertet werden kann. Und das geht im Prinzip nur an der Börse. Heutige Startups warten länger ab, bevor sie diesen Schritt wagen und können daher länger Geld sammeln und das Unternehmen solide aufstellen. Dauerte es früher durchschnittlich 4 Jahre, bevor ein neues Unternehmen an die Börse ging, sind es heute meist 11 Jahre. Dieser Vorsprung, oder Zurückhaltung, scheint sich später auszuzahlen, wenn es um die Bewertung des Startups geht.
  3. Nutzung der modernen Technologie:
    Startups profitieren heutzutage auf zwei Arten von den neuen Möglichkeiten, die ihnen die Technologie bietet: Ihre Produkte können viel ausgefeilter entwickelt werden, weil man in der heutigen Zeit viel mehr Hilfsmittel zur Hand hat. Auf der anderen Seite hilft die Technologie aber auch beim Marketing: Social Media ist ein sehr großes und vor allem auch einflussreiches Feld, wenn man sein Startups vermarkten möchte. Gerade am Startup Markt, der häufig auf die junge Zielgruppe ausgerichtet ist, bieten sich hier nahezu unbegrenzte Möglichkeiten immer neue Marketingideen und -strategien auszuprobieren.
  4. Get big fast:
    Diese Strategie soll Startups dabei helfen, sehr schnell zu wachsen und somit einen gute Position am Markt zu erzielen. Möglich wird das schnelle Wachstum durch viele Inventionen von Außen. Auch Crowdfunding spielt hier eine Rolle und damit eben auch das oben bereits angesprochene Social Media Marketing.
Infografik: Wer darf dem Startup Unicorn Club beitreten und wieviele deutschen Startups zählen dazu?

Infografik: Wer darf dem Startup Unicorn Club beitreten und wieviele deutschen Startups zählen dazu?

Die Trends bei den Unicorn Startups

Wie so häufig zeigen sich auch bei den Unicorn Startups ganz bestimmte Trends und Entwicklungen. Die sogenannte sharing economy ist eine davon. Bei dieser Idee geht es darum, dass nicht alle Menschen das gleiche Produkt erwerben und nur vereinzelt nutzen, sondern dass das Produkt nur einmal gekauft wird, im Anschluss aber von allen Teilnehmern gleichermaßen genutzt wird.

Gerade bei dem Thema „Auto“ funktioniert dieses Prinzip ganz gut: Statt sich separat ein Auto zu kaufen und das nur hin und wieder zu nutzen, wird man Mitglied bei einem Car-Sharing-Service, der das Auto kauft und sich um die Unterhaltung kümmert. Man selbst und alle weiteren Interessenten, zahlt monatlich einen Mitgliedsbeitrag und leiht sich das Auto dann, wenn man es braucht.

Umweltschutz und grünes Denken spielt also gerade bei der sharing economy eine große Rolle. Das haben auch Startups gemerkt und so sind einige in dieser Branche sehr erfolgreich geworden.

Des Weiteren ist auch E-Commerce sehr wichtig, denn der Vertrieb neuer Produkte oder Ideen ist ohne das Internet nicht mehr denkbar. Das ist auch für Startups gut, denn so sparen sich die meisten ein großes Ladenlokal oder ein repräsentatives Büro in der Innenstadt. Heute kann man das alles meist virtuell in seinem Internet-Space haben. Genau das spart eine Menge Geld, das man für andere Maßnahmen innerhalb des Startups nutzen kann.

E-Commerce erhöht also die Chancen, schnell zu einem Unicorn Startup zu werden.


Infografik: © Schwarzer.de
Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild: christitzeimaging.com -#01: tanuha2001 -#02: testing -#03: Uladzik Kryhin

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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