Schäkel: Geschäftsführer verlässt Tönsmeier-Gruppe

Schäkel: Geschäftsführer verlässt Tönsmeier-Gruppe

In vielen Unternehmen werden die Strukturen verschlankt – oft unfreiwillig, in vielen Fällen aber auch aus eigenem Antrieb. So auch bei Porta Westfalica, wo man die Trennung von Bernd Schäkel dazu nutzt, die Strukturen im Topmanagement deutlich schlanker zu gestalten. Schäkel hat zum 7. April 2015 die Tönsmeier Gruppe verlassen und war bis dato als Gruppengeschäftsführer tätig. Die Trennung wurde in gegenseitigem Einvernehmen durchgeführt und traf auf Verständnis beim Aufsichtsrat, bei der Gesellschafterfamilie sowie bei der Unternehmensführung.

Danke, Herr Schäkel!

Die bisherigen Zuständigkeiten des Bernd Schäkel werden durch Bernd Ranneberg übernommen, seines Zeichens nach Sprecher der Gruppengeschäftsführung. Er übernimmt aber nur die Zuständigkeiten im Geschäftsbereich. Das operative Geschäft hingegen wird den Führungskräften übertragen, die in den einzelnen Marktgebieten tätig sind. Diese haben zukünftig die Pflicht, an Jürgen Kaiser Bericht zu erstatten, der wiederum den Bereich Entsorgung der Tönsmeier Gruppe Deutschland leitet.

Jürgen Tönsmeier dankte in einer feierlichen Rede Bernd Schäkel für die gute Zusammenarbeit. Er selbst ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gruppe und dankt im Namen der gesamten Familie und des Aufsichtsrats. Bernd Schäkel war seit 22 Jahren im Unternehmen tätig und hat dieses maßgeblich durch seine verschiedenen Tätigkeiten und Führungsaufgaben geprägt. Damit ist er am Erfolg der Gruppe zu großen Teilen beteiligt. Doch der Austritt aus der Gruppe ist kein endgültiger und Bernd Schäkel wird auch weiterhin hilfreich zur Verfügung stehen.

Bernd Schäkel und seine zukünftigen Aufgaben

Bernd Schäkel wird auch weiterhin die Tönsmeier Gruppe stützen und sein Fachwissen dazu einsetzen, beratend tätig zu sein. Außerdem freut sich die Gruppe darüber, dass Schäkel verschiedene Ämter in diversen Gremien weiter ausüben wird und das Haus Tönsmeier vertreten kann. Dazu wird Schäkel an den Schnittstellen zwischen kommunalen Partnern und dem Unternehmen sowie zwischen PPP-Gesellschaften und der Tönsmeier Gruppe arbeiten.

Schäkel selbst hat seine Lebensplanung geändert und möchte nun nicht mehr nur im Topmanagement tätig sein, sondern sich bewusst vielen Dingen zuwenden, die ihm schon immer wichtig waren, die aber durch die berufliche Tätigkeit stets zu kurz kamen. Er dankte in einer kurzen Rede allen, die ihm im Laufe des Berufslebens hilfreich zur Seite gestanden und die sich vertrauensvoll zu einer Zusammenarbeit mit ihm entschlossen haben.

Neue Ausrichtung der Gruppe

Jürgen Kaiser leitet seit September 2014 die „Energie Anlage Bernburg“, eine Tochtergesellschaft der Tönsmeier Gruppe. Er sieht Tönsmeier als besonders leistungsstarkes Mittelstandsunternehmen, was ein großes Potenzial bezogen auf die Wertschöpfungskette mitbringt. Die Neuausrichtung der Gruppe sieht er positiv, denn damit haben sich neue strukturelle und fachliche Möglichkeiten ergeben, die das Bestehen am Markt möglich machen.

Im Rahmen dieser Neuausrichtung hat die Tönsmeier Gruppe einen weiteren Weg eingeschlagen, der zum Erfolg führt. Auf diesem Weg trennte man sich allerdings von den Gesellschaften, die in Mecklenburg-Vorpommern ansässig sind. Namentlich sind dies die Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Mecklenburg GmbH sowie die NAW Recycling GmbH. Beide sind in Neustrelitz ansässig und werden an die Remondis GmbH & Co. KG veräußert. Der Verkauf wurde rückwirkend zum Ende des Jahres 2014 vorgenommen. Allerdings muss hier das Bundeskartellamt einem Verkauf noch zustimmen. Ein Kaufpreis ist indes nicht bekannt geworden.

Die Neuausrichtung wird ausnahmslos als richtiger Weg zur Marktsicherung gesehen. Die Aktivitäten der Gruppe sollen auf die Kernregionen verdichtet werden. Die Gesellschaften, die nicht zu den Kernregionen gehören, sollen daher veräußert werden. Der Verkauf der mecklenburgischen Gesellschaften an die Remondis GmbH & Co. KG wird als Erfolg gewertet, denn es war das erklärte Ziel, ein gestandenes Nachfolgeunternehmen zu finden, in dem auch die bisherigen Mitarbeiter eine wirkliche Perspektive erhalten.

Insofern geht mit der Verschlankung des Managements die eine oder andere weitere Veränderung einher, die sich auf die Zukunft des Unternehmens auswirken wird und durch die der langfristige Erfolg der gesamten Gruppe sichergestellt werden soll.


Bildnachweis: © morguefile.com – bosela

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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