20 Jahre Surplex: Vorreiter für den Verkauf von Gebrauchtmaschinen

Kennen Sie Surplex? Zählt ein erfolgreiches Unternehmen nach 20 Jahren noch als StartUp? Die smarte Story des Unternehmen Surplex lässt uns darüber nachdenken, denn hier hat ein Unternehmer erfolgreich und blitzschnell eine Marktnische besetzt und durchgestartet. Deutschland hat offenbar schon länger eine StartUp-Kultur, auch jenseits der Pizza-Lieferdienste und Online-Shops.

Doch welche Geschäftsidee steckt hinter dem technisch klingenden Firmennamen „Surplex“? Kleine und mittlere Unternehmen haben oft das Problem der unzureichenden Ausstattung. Es ist kein Geld für den Kauf neuer Maschinen vorhanden. Doch eine gebrauchte Werkzeugmaschine könnte die Investitionslücke perfekt schließen – und sie wartet schon!

Der Anbieter ist auf gebrauchte Industriemaschinen für die Metallbearbeitung spezialisiert und dank umfassenden Know-hows in der Lage, auch große Firmen aufzulösen und den Verkauf der Maschinen gewinnbringend sowie binnen kürzester Zeit über die Bühne gehen zu lassen.

Der Anbieter ist auf gebrauchte Industriemaschinen für die Metallbearbeitung spezialisiert und dank umfassenden Know-hows in der Lage, auch große Firmen aufzulösen und den Verkauf der Maschinen gewinnbringend sowie binnen kürzester Zeit über die Bühne gehen zu lassen.(#04)

Unternehmen der Metallbearbeitung: Mit Surplex günstiger einkaufen

Innovation wird in den meisten Unternehmen großgeschrieben. Weitere Schlagworte sind Automatisierung und Digitalisierung. Doch wie sollen alle modernen Anforderungen umgesetzt werden, wenn das nötige Geld fehlt? Wenn das Budget zum Kauf neuer Maschinen nicht vorhanden ist und auch Banken keine Kredite gewähren wollen?

Die Lösung bietet Surplex, das sich vom Start-up zur Nummer eins des Maschinenhandels in Europa entwickeln konnte. Der Anbieter ist auf gebrauchte Industriemaschinen für die Metallbearbeitung spezialisiert und dank umfassenden Know-hows in der Lage, auch große Firmen aufzulösen und den Verkauf der Maschinen gewinnbringend sowie binnen kürzester Zeit über die Bühne gehen zu lassen. Davon profitieren andere Firmen, die sich der Innovation der neuen Zeit stellen wollen und dafür eine neue Werkzeugmaschine oder eine andere Maschine benötigen.

„Neu“ ist dabei relativ, denn die 20 Jahre Surplex haben gezeigt, dass auch gebrauchte Maschinen zuverlässig ihren Dienst verrichten, jedoch für deutlich weniger Geld als neue Modelle erhältlich sind. Schon mancher Firma hat dies den nötigen Push gegeben, um endlich in der Metallbearbeitung fortzufahren und den Weg ganz nach oben zu gehen.

Innovation wird in den meisten Unternehmen großgeschrieben.

Innovation wird in den meisten Unternehmen großgeschrieben.(#01)

Das ist Surplex

Schon die Firmengründer von Surplex waren der Ansicht, dass nichts so stark sei wie eine Idee, deren Umsetzung längst fällig ist. Chancen müssen genutzt werden und genau das haben die Gründer getan. Die Brüder Florian und Bruno Schick gründeten Ende der 1990er Jahre die Surplex.com AG und wollten damit einen Online-Marktplatz entwickeln, der den Handel mit gebrauchten Werkzeugmaschinen bzw. Industriemaschinen erleichtern sollte.

Viele Investoren privater und institutioneller Art schlossen sich an, darunter so prominente Namen wir Lars Schlecker oder Paolo Fresco. Doch als die Dotcom Blase platzte, ging es auch mit dem Geschäft bergab. Damals steckte das Internet noch in den Anfängen und es waren die ersten Visionäre, die bereits zur Jahrtausendwende versuchten, Dinge umzusetzen, die erst zehn Jahre später möglich sein sollten.

Zum damaligen Zeitpunkt waren die physiologischen und technischen Voraussetzungen noch nicht gegeben und der Onlinemarktplatz für Industriemaschinen konnte noch den gesamten Handel noch nicht wirklich transparenter werden lassen. Auch die Kunden waren skeptisch und standen dem Internethandel eher kritisch gegenüber.

Schon die Firmengründer von Surplex waren der Ansicht, dass nichts so stark sei wie eine Idee, deren Umsetzung längst fällig ist.

Schon die Firmengründer von Surplex waren der Ansicht, dass nichts so stark sei wie eine Idee, deren Umsetzung längst fällig ist.(#05)

Wer wollte schon fünf- oder sechsstellige Beträge auf die neue Werkzeugmaschine bieten, die nur im Internet zu sehen war? Mit der Krise hingegen blieb der Umsatz aus, Personal musste abgebaut werden. Doch man bliebt am Markt und konnte sich konsolidieren. Die Überzeugung, dass dem Internethandel die Zukunft gehöre, war immer noch vorhanden

Und so ging es Schritt für Schritt wieder aufwärts! Gemeinsam mit Michael Werker gründete Uli Stalter die Surplex GmbH und führte digitale Service mit analogen Diensten zusammen. Schon nach dem ersten Jahr waren die Wachstumsraten gut: Sie lagen im zweistelligen Bereich. Vor allem der After Sales Bereich wurde ausgebaut und damit ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Industriekaufhäusern im Internet erreicht.

Inzwischen beschäftigt Surplex statt der anfänglich 15 schon 200 Mitarbeiter, der Umsatz hat sich bis 2019 auf über 100 Millionen Euro erhöht. Anfänglich hätte wohl niemand gedacht, dass der Handel mit Gebrauchtmaschinen einmal so erfolgreich werden würde!

Heute zeichnet Surplex auch dies aus:

  • 11 Büros in 11 europäischen Ländern
  • Kundenbetreuung in mehr als 20 Sprachen
  • Nummer eins bei der Maschinenversteigerung in Europa
  • jährlich über 55 Millionen Seitenaufrufe
  • mehr als 500 Onlineversteigerungen in 2018
  • Verkauf von über 55.000 Investitionsgütern in 2018

Verständlicherweise spekuliert man auf eine weitere positive Entwicklung und sieht den kommenden zwanzig Jahren hoffnungsfroh entgegen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der nachhaltigen Expansion. Man will es ruhiger angehen lassen, dafür der Nachhaltigkeit Genüge tun und somit Fehler vermeiden, die in der Dotcom Ära passiert sind.

Die Industrie und vor allem die Metallbearbeitung kommen ohne Werkzeugmaschinen nicht aus.

Die Industrie und vor allem die Metallbearbeitung kommen ohne Werkzeugmaschinen nicht aus.(#02)

Auch der globale Maschinenhandel wächst

Nicht nur Surplex, sondern auch Europa legt weiterhin zu. Der globale Maschinenumsatz ist in 2017 um ein Prozent gestiegen, wobei sich Europa mit dem stärksten Wachstum seit 2011 hervortat. Immer noch ist China der größte Einzelmarkt, Asien die größte Handelsregion. Qualität und Innovation werden in allen Bereichen großgeschrieben und Industrie und Technologie gehen täglich einen Schritt weiter. Dem muss sich auch der Maschinenhandel fügen, der sich in den letzten Jahren erfreulich gut entwickeln konnte.

Firmen wie die oben genannte Gesellschaft Surplex profitieren langfristig davon, dass sich der Konjunkturaufschwung in allen Branchen bemerkbar macht. Allein der Umsatz mit Maschinen und Anlagen stieg in 2017 in Europa um sechs Prozent und belief sich damit auf 777 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2011 war das der höchste Zuwachs und hier sind noch nicht einmal Serviceleistungen einberechnet.

Europa konnte damit sogar den weltweiten Maschinenmarkt deutlich übertreffen, denn dieser betrug, wie oben bereits erwähnt, nur ein Prozent und legte auf 2,6 Billionen Euro zu. Dies lag vor allem an den Investitionen, die in der Industrie getätigt wurden. Vor allem die EU-Länder zeigen sich überaus investitionsfreudig und kurbelten damit die Konjunktur kräftig an.

Gerade die Metallbearbeitung ist mit ihren vielen einzelnen Teilbereichen maßgeblich am Aufschwung beteiligt, wobei jede neue Technologie direkt Anwendung findet. Gleichzeitig schwenkt der Wunsch nach neuen Werkzeugmaschinen um auf Gebrauchtmaschinen. Warum eine neue Werkzeugmaschine kaufen, wenn es auch gebrauchte mit ähnlichen Leistungen, dafür aber zu deutlich günstigeren Preisen gibt? Niemand muss einen Mangel an Qualität befürchten, wenn die Industrie auf Gebrauchtmaschinen setzt, dies zeigen auch die Wachstumszahlen.

Denn Deutschland kann zwar seinen Platz als drittgrößter Maschinenproduzent der Welt nach wie vor halten und liegt damit lediglich hinter China und den USA. Doch der Handel mit Gebrauchtmaschinen wächst ungleich stärker und so wachsen die deutschen Firmen mit gebrauchten Maschinen weiter.

Kleine und weniger finanzstarke Firmen bekommen durch eine gebrauchte Werkzeugmaschine, die den gewünschten Spezifikationen entspricht, die Chance, mit den Großen auf dem Markt mitzumischen, laufen diesen teilweise gar den Rang ab. Bisher unbekannte Firmen setzen sich gegen andere Anbieter durch, liefern die gleiche Qualität der Teile und müssen sich trotz der gebrauchten Werkzeugmaschine in der Produktionshalle nicht verstecken. Innovation hängt nicht immer an der neuesten Technologie!

Die Industrie und vor allem die Metallbearbeitung kommen ohne Werkzeugmaschinen nicht aus.

Die Industrie und vor allem die Metallbearbeitung kommen ohne Werkzeugmaschinen nicht aus.(#03)

Maschinen für die Metallbearbeitung: Für mehr Qualität in der Branche

Die Industrie und vor allem die Metallbearbeitung kommen ohne Werkzeugmaschinen nicht aus. Doch kaum jemand fragt sich, wo diese eigentlich herkommen. Die ersten Vorläufer, die heute teilweise in Ausstellungen zu Werkzeugmaschinen zu sehen sind, stammen vermutlich aus der Steinzeit.

Doch die Maschinen im heutigen Sinn sind erst im Zuge der industriellen Revolution entstanden, breiteten sich dann allerdings sehr schnell aus. Anfangs wurden sie mit einer Dampfmaschine angetrieben, ab 1900 bekamen die ersten Maschinen einen elektrischen Antrieb. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts dreht sich in der Herstellung der Maschinen alles um die Automatisierung sowie um das Erreichen einer größtmöglichen Flexibilität in der Produktion. Neuerdings ist es auch die Digitalisierung, denn immer mehr Maschinen werden durch Computer gesteuert.

Als besonders bedeutsam kann die Entwicklung der Drehmaschine gesehen werden, die anfangs noch mit einer Kurbel bewegt werden musste. Doch sie war ein enormer Fortschritt gegenüber den Maschinen, bei denen das Werkzeug per Hand zu führen war. Nach und nach wurde weniger die Geschicklichkeit des Arbeiters relevant als vielmehr die Maschine und ihr Können selbst.

Eine höhere Arbeitsleistung und weniger Anstrengung bei der Bedienung waren die Folgen der Weiterentwicklung, es war eine geringere Vorbildung der Bediener nötig. Dennoch waren gute Dreher selten zu finden, ein Zustand, den manche Firmen und deren Vorstände bzw. Personaler noch heute beklagen. Doch die Zeiten, in denen Drehteile per Hand gefertigt wurden, sind natürlich vorbei.

Später wurden unter anderem Bohrmaschinen in Säulen- und Ständerbauweise erfunden und hergestellt, auf der Pariser Weltausstellung von 1867 war der erste Spiralbohrer zu sehen. Bald schon kamen erste Hobelmaschinen auf, die erste ihrer Art wurde 1862 auf der Weltausstellung London vorgestellt. Bis 1900 waren Fräsmaschinen technisch ausgereift, die moderne Technologie baut auch heute noch auf den Modellen von damals. Die ersten Maschinen waren es, die die Richtung vorgaben und den Weg zur Innovation in der Industrie ebneten.

Es wird davon ausgegangen, dass ungefähr bis 1900 alle heute bekannten klassischen Werkzeugmaschinen erfunden und soweit technisch ausgereift waren, dass sie nur noch einige Anpassungen erfahren mussten. Das wiederum bringt mit sich, dass die Entwickler inzwischen fast 120 Jahre Zeit hatten, Maschinen auf höchstem Niveau zu entwickeln, die dem sie einsetzenden Unternehmen den gewünschten Fortschritt und Erfolg bringen sollen.

Die große Herausforderung liegt heute vielmehr darin, immer wieder neue Wege zu finden, diese Maschinen kostensparend und flexibel einzusetzen und dabei dem Ruf nach Automation und Digitalisierung gerecht zu werden. Dies wiederum ist mit hohen Kosten verbunden. Firmen wie Surplex tragen einen Teil dazu bei, dass Kosten gesenkt werden und bereits vorhandene Maschinen effizient und ökonomisch eingesetzt werden. Der verkaufende Anbieter hat einen Gewinn, weil es über die Plattform Gebrauchtmaschinen veräußern kann und hierbei oftmals Preise erzielt, die deutlich über dem Preis liegen, den der Gutachter veranschlagt hat.

Käufer wiederum müssen weniger tief in die Unternehmenskasse greifen, um sich die gewünschte Maschine leisten zu können. Nur allzu häufig ist Berechnungen zufolge die Auslastung der jeweiligen Maschine gegeben, die Anfragen seitens der Kunden sind entsprechend vorhanden. Nur die Maschine selbst fehlt. Ein Manko, das sich über den Kauf gebrauchter Maschinen zumindest für einige Unternehmen aus der Welt schaffen lässt.


Bildnachweis:©Bilder-#00:Schiess GmbH_-#01: Waldrich Coburg-#02: Waldrich Coburg-#03: _Schiess GmbH

Bildnachweise: Firma surplex

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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