Geld im Internet verdienen: Der Weg zum eigenen Unternehmen!

Wer kennt es nicht, Montagmorgen quält man sich ins Büro, nicht nur weil es Montag ist, sondern weil man sich bereits Szenarien vom übel gelaunten Chef ausmalt. Wie schön wäre es, sein Geld im Internet verdienen zu können, mit einem eigenen Web-Shop beispielsweise.

Übersicht

  1. Einen Online Shop aufbauen: Der Weg zum eigenen Unternehmen.
  2. Kann man Geld im Internet mit einem Online Shop verdienen?
  3. Eine Nische finden, um mit dem Web-Shop erfolgreich Geld im Internet zu verdienen.
  4. Geld im Internet verdienen: Rechtliche Voraussetzungen für einen Online Shop!
  5. Kann man den Web Shop nebenbei betreiben und damit Geld im Internet verdienen?

Einen Online Shop aufbauen: Der Weg zum eigenen Unternehmen.

Der Internethandel wächst stetig, immer mehr Menschen kaufen lieber online, als im Laden. Es ist bequemer und man kann die Einkäufe auch abends nach Ladenschluss erledigen. Dadurch entstehen auch immer mehr Webshops. Und obwohl viele nach einiger Zeit wieder verschwinden, kommen stetig neue hinzu.

Das liegt zum einen daran, dass es immer mehr Anbieter von Baukastensystemen gibt, mit denen man relativ einfach und ohne Programmierkenntnisse einen Shop erstellen kann. Zum anderen kann man direkt über Plattformen wie Ebay und Amazon Produkte verkaufen.

Beide Anbieter verlangen eine Gebühr je verkauftem Artikel, dafür wird aber kein externer Online Shop benötigt. Zudem spart man Marketing Kosten, da die möglichen Käufer direkt über die Anbieter kommen.

Wer über ein anständiges Startkapital verfügt, kann auch gleich richtig loslegen. Den Shop von einer Agentur einrichten lassen und von Anfang an ins Marketing investieren, damit man sofort Geld mit dem Shop im Internet verdienen kann. Im Gegensatz zu den Baukastensystemen, die technisch und auch optisch schnell an ihre Grenzen geraten, gibt es bei programmierten Webshops kaum Grenzen in der Gestaltung und Umsetzung. Solche Shops sehen in der Regel hochwertiger aus und bieten mehr Funktionen. Man kann aber auch mit einfachen Mitteln erfolgreich werden.

Geld im Internet verdienen mit einem Online Shop.

Geld im Internet verdienen mit einem Online Shop.(#01)

Kann man Geld im Internet mit einem Online Shop verdienen?

Zuerst einmal muss man Geld und auch Zeit investieren. Der schnellste Weg ist der Verkauf über Plattformen wie Ebay oder Amazon. Aber auch das kostet Geld, denn es fallen Gebühren an. In der Regel liegen diese zwischen fünf und zwanzig Prozent abhängig vom Produkt. Das schmälert die Gewinnmarge erheblich. Aber auch einen eigenen Web-Shop kann man ohne große Kenntnisse einrichten. Plattformen wie Jimdo oder Shopify bieten Baukastensysteme an und man kann mittels Anleitung relativ einfach einen Shop erstellen.

Die Hosting Kosten sind überschaubar, für Bezahlsysteme zahlt man aber auch hier Gebühren. Bezahlsysteme wie Paypal und Kreditkartenzahlung machen einen Web-Shop erst vertrauenswürdig. Im Gegensatz zur Vorkassenzahlung kann der Kunde sein Geld über den Käuferschutz wieder zurückholen, falls er die Ware nicht erhält.

Webshops, die nur Vorkasse anbieten, sind meist mit Vorsicht zu genießen. Wer da nicht bereits Kunde ist und gute Erfahrungen sammeln konnte, sollte sich einen Einkauf sehr gut überlegen.

 

Kann man wirklich Geld im Internet verdienen?

Kann man wirklich Geld im Internet verdienen?(#02)

Hier sind die Möglichkeiten, einen Web Shop aufzubauen noch einmal zusammengefasst.

Vor- und Nachteile beim Verkauf über Ebay und Amazon:

  • ein Shop ist schnell eingerichtet
  • für alles – auch die rechtlichen Punkte gibt es Vorlagen
  • Die Gebühren sind relativ hoch und liegen zwischen 5 und 20 %
  • Marketing ist integriert, da die Besucherströme über die Plattform kommen
  • möglicherweise viele Wettbewerber auf einer Plattform

Vor- und Nachteile eines Webshops der mit Homepage Baukasten Systemen wie Jimdo oder Shopify erstellt wurde:

  • keine Programmierkenntnisse erforderlich
  • Kosten fallen nur für das Webhosting an und sind moderat
  • Bezahlsysteme lassen sich einfach einbinden
  • technisch und grafisch sind Grenzen gesetzt
  • Marketing muss selbst umgesetzt werden
Mit dem Baukastensystem von Jimdo den eigenen Webshop aufbauen und Geld im Internet verdienen.

Mit dem Baukastensystem von Jimdo den eigenen Webshop aufbauen und Geld im Internet verdienen.(#03)

Vor- und Nachteile eines individuell durch eine Agentur erstellten Webshops mit Magento:

  • Design und Funktionalität kann individuell gestaltet werden
  • sehr gute Programmierkenntnisse erforderlich
  • für einen programmierten Web-Shop fallen hohe Kosten an, Fünfzehn- bis zwanzigtausend Euro sind mindestens einzuplanen
  • Marketing ist ebenfalls nicht enthalten und kommt als Kostenfaktor hinzu

Obwohl hohe Kosten anfallen können und der Wettbewerb groß ist, kann es sich dennoch lohnen, einen Web-Shop zu betreiben. Aber was kann einen Shop lukrativ machen?

Eine Nische finden, um mit dem Web-Shop erfolgreich Geld im Internet zu verdienen.

Um im großen Haifischbecken zu überleben, muss man sich von der breiten Masse abheben. Wer Produkte anbietet, die auch jeder andere Shop vertreibt, muss die großen Anbieter entweder über ein sehr gutes Marketing hinter sich platzieren, oder mit dem Produktpreis schlagen.

Beides ist für den Start eines Webshops eigentlich nicht möglich. Marketing kostet sehr viel Geld und Ressourcen. Günstige Verkaufspreise generiert man auch nur über eine hohe Abnahmemenge. Auch dabei kann der kleine Online Händler nicht gegen einen Giganten konkurrieren.

Was zum Erfolg verhelfen kann ist ein Spezialgebiet:

  • Nischenprodukte finden, die es selten zu kaufen gibt
  • die aber trotzdem gesucht werden (Google Keyword Tool nutzen)
  • Zubehör und Ersatzteile anstelle teurer Endgeräte
  • Verbrauchsmaterialien, die regelmäßig nachbestellt werden müssen

Video: Nische finden + Online Geld verdienen

Beim Aufbau des Webshops gibt es nur zwei Alternativen. Entweder nimmt man viel Geld in die Hand und legt mit einer eigenen Plattform und gutem Marketing gleich richtig los oder baut den Shop mit einem Baukasten zusammen. Letzteres ist deutlich günstiger, benötigt aber auch mehr Zeit bis es richtig läuft.

Denn ein Webshop lebt von den Besuchern, aus denen im besten Fall Kunden werden. Um Besucher zu generieren, muss der Shop in Google gefunden werden, dazu muss die Seite Suchmaschinenoptimiert sein, um überhaupt bei Google gelistet zu sein. Alle zusätzlichen Marketingmaßnahmen und die richtige SEO-Optimierung können die Platzierung in der Google Suche verbessern, aber das kostet viel Zeit und Geld.

Geld im Internet verdienen: Rechtliche Voraussetzungen für einen Online Shop!

Will man einen Online Shop betreiben, braucht man ein Gewerbe. Das Gewerbe wird beim örtlichen Gewerbeamt angemeldet. Man erhält einen Gewerbeschein und kann sich eine Umsatzsteuer Identifikationsnummer (Ust-ID) beim zuständigen Finanzamt beantragen. Es gibt verschiedene Rechtsformen, die einfachste ist das Einzelunternehmen. Um sich die Buchhaltung zu vereinfachen, eröffnet man ein Geschäftskonto. Über dieses Konto laufen ausschließlich Zahlungen, die zum Geschäftsbetrieb gehören.

Für die privaten Zahlungen rechnet man sich eine Art Gehalt aus. Natürlich darf das die Einnahmen des Unternehmens nicht überschreiten. Dieses Gehalt kann man individuell anpassen, wenn der Shop mehr abwirft. Die Gehaltszahlung überweist man auf das Privatkonto und davon können dann private Zahlungen geleistet werden. Nur ein Konto zu nutzen und private, wie auch geschäftliche Zahlungen darüber abzuwickeln, führt zu totalem Chaos bei der Buchhaltung.

Video: Datenschutzgrundverordnung für Online-Händler

Diese Bedingungen muss der Online Shop erfüllen, um rechtssicher zu sein:

  • Der Shop muss über ein Impressum verfügen, dort muss der Betreiber des Webshops als inhaltlich verantwortlicher aufgeführt sein, mit kompletter Anschrift und Telefonnummer.
  • Preisangaben müssen die Mehrwertsteuer enthalten und diese muss ausgewiesen sein. In Deutschland sind das 19 % auf Konsumgüter und 7 % auf Lebensmittel.
  • Ein Widerrufsrecht und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) müssen für den Kunden klar ersichtlich sein und sie müssen ihm auch per E-Mail nach dem Kauf zugesendet werden. Dies muss rechtssicher sein, deshalb besser von einem Anwalt formulieren lassen.
  • Datenschutzgesetz: Mit dem 25. Mai 2018 trat die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Es reguliert den Umgang für Unternehmen mit den personenbezogenen Daten ihrer Kunden. Dem Verbraucher wurden damit mehr Rechte eingeräumt. Jeder Onlineshop und jede Webseite, die personenbezogene Daten sammelt, muss dem Kunden offenlegen was sie damit macht. Deshalb gehört auch auf jeden Shop eine detaillierte Datenschutzerklärung. Und jeder Kunde muss dieser Datenschutzerklärung zustimmen, durch eine Unterschrift oder eine Checkbox. Unternehmen wie Jimdo bieten vorgefertigte Datenschutzerklärungen an, diese sind in der Regel nicht ausreichend und müssen unbedingt selbst eingebunden und von einem Rechtsanwalt erstellt werden. Das Datenschutzgesetz wird weiterhin angepasst, deshalb muss man regelmäßig prüfen, ob die Datenschutzerklärung inhaltlich noch den Bestimmungen entspricht.
  • Jeder Kunde erhält nach dem Kauf eine schriftliche Bestellbestätigung per E-Mail.
  • Der Bestell- oder Kauf-Button muss eindeutig darauf hinweisen, dass es durch das Anklicken zu einer zahlungspflichtigen Transaktion kommt. Die Bezeichnung ″Weiter″ oder ″Bestellung abschließen″ reicht nicht aus.
Nebenbei Geld im Internet verdienen mit einem Webshop ist sehr zeitaufwendig, denn mit dem Online Shop allein ist die Arbeit nicht getan.

Nebenbei Geld im Internet verdienen mit einem Webshop ist sehr zeitaufwendig, denn mit dem Online Shop allein ist die Arbeit nicht getan. (#04)

Kann man den Web Shop nebenbei betreiben und damit Geld im Internet verdienen?

Ein Business betreibt man nicht mal eben nebenbei, auch keinen Web-Shop. Um die finanziellen Risiken zu minimieren, mag das anfangs der Weg sein. Aber ich kann aus eigener Erfahrung davon abraten. Abends nach Hause kommen und Pakete packen, Kunden Emails beantworten und sich noch um das wichtige Marketing kümmern, kostet unglaublich viel Kraft.

Freizeit gibt es dann nicht mehr, Urlaube sind ebenfalls nicht mehr drin. Um zwei Wochen wegzufahren, muss man den Onlineshop entweder in dieser Zeit schließen oder einen Vertreter einsetzen, der diesen im eigenen Sinne führt.

Viele Webshops schließen genau aus diesen Gründen wieder. Der zeitliche Aufwand wird unterschätzt. Und auch finanzielle Fehlkalkulationen stellen eine große Gefahr dar. Will man gerade am Anfang wettbewerbsfähig bleiben, werden häufig Rabattaktionen durchgeführt. Das steigert zwar den Umsatz, wenn die Margen dadurch aber zu klein werden, fährt man dennoch Verluste ein.

Einen Webshop zu betreiben sollte man sich daher gut überlegen. Dieser kann ein Riesenerfolg oder ein Mega-Flopp werden. Letzteres möchte sich sicher jeder ersparen. Die meisten Webshops befinden sich in der Mitte dieser beiden Extreme.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: baranq -#01:_Dusan Petkovic  -#02: Syda Productions -#03: ImageFlow -#04:  Vizilla _

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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