Visitenkarten erstellen: Wie wichtig sind sie für Unternehmen?

Visitenkarten sind das Aushängeschild eines Unternehmens – aus diesem Grund sollte kein Berufstätiger darauf verzichten, personalisierte Visitenkarten zu erstellen. Wir erklären Ihnen, worauf es bei Visitenkarten ankommt und auf was Sie achten müssen.

Must-Have: Die Visitenkarte

Visitenkarten sind auch im IT-Zeitalter essentiell für das Geschäftsleben. Auch wenn via Xing, LinkedIn, Twitter & Co. die Kontaktaufnahme so leicht wie nie ist, stellen Visitenkarten eine viel persönlichere Form dar, eine Person und ihre Firma auszuweisen. Visitenkarten ermöglichen somit einen viel persönlicheren Beginn einer Geschäftsbeziehung. Während eine Mail mit den entsprechenden Kontaktdaten einfach verschickt wird, so stehen sich bei der Übergabe einer Visitenkarte zwei Personen gegenüber, die sich unterhalten und respektieren. Kurzum: es entsteht im besten Fall eine angenehme Atmosphäre, die im Internet nicht erzeugt werden kann.

Zudem sind die Sinneseindrücke des Empfängers bei einer persönlichen Übergabe wesentlich vielfältiger: das Annehmen einer Visitenkarte stellt ein haptisches Erlebnis dar, der Tastsinn, die Optik und der Geruch arbeiten hier zusammen. Hat der Übergeber einen guten ersten Eindruck hinterlassen, so wird der Empfänger mit dieser Situation ein positives Erlebnis verbinden.

Zudem haben Studien gezeigt, dass Menschen einen haptischen Gegenstand instinktiv mehr wertschätzen als eine Mail auf dem Bildschirm. Dies bedeutet: sparen Sie beim Erstellen Ihrer Visitenkarte auf keinen Fall an der Qualität! Festes Papier und eine strukturierte Gestaltung sind ein Ausdruck von Seriosität und Professionalität.

Video: Visitenkarten erstellen für Dummies

Vorteile der Visitenkarte

Gegenüber standardisierten Computer-Programmen hat die Visitenkarte den großen Vorteil, dass sie individuell gestaltet werden kann. Dabei sollte der ausgewählte Look immer zu der Branche passen, in der das Unternehmen tätig ist – schließlich repräsentiert diese kleine Karte die Werte, Vorstellungen und den Anspruch sowohl der Firma als auch der Person, die sie überreicht. Das Design muss beim Erstellen der Visitenkarte somit wohl überlegt sein.

Die Visitenkarte hat neben der Aufgabe, Kontaktdaten zu offerieren, noch weitere Funktionen. Dazu gehören:

  • Die Erweiterung des Bekanntheitsgrades
  • Ausweis von speziellen Kompetenzen der Firma
  • Professionalität und Seriosität ausstrahlen.

Die Herausforderung bei dem Erstellen einer Visitenkarte besteht darin, alle notwendigen Informationen knapp und dennoch eindrucksvoll auf das standardisierte Format 85 mal 54 Millimeter zu bekommen. Dieses kleine Kärtchen muss es schaffen, Kunden von sich bzw. der Firma zu überzeugen, sowie den eigenen Status, Persönlichkeit und Anspruch des Übergebers auszudrücken.

Die korrekte Erstellung einer Visitenkarte

Auch wenn es nicht den Anschein hat: bei der Erstellung einer Visitenkarte müssen zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden. Zunächst muss ein geeignetes Format gewählt werden. Ob Hoch- oder Querformat, faltbar oder quadratisch – die Möglichkeiten sind vielfältig. Achtung: bei der Größe sollte dabei nicht variiert werden, da eine Visitenkarte in der Standardgröße (85×54 Millimeter) genau in ein Portemonnaie, Jackentasche etc. passt. Haben Sie nun ein für sich passendes Format gefunden, geht es im nächsten Schritt an die Gestaltung des Inhalts. Welche Informationen unbedingt auf eine Visitenkarte gehören, ist ebenfalls standardisiert. Dazu zählt neben dem

    • Vor- und Nachnamen auch
    • Berufsbezeichnung,
    • der Firmenname sowie
    • das Logo (oben rechts),

Anschrift, Telefonnummer,E-Mail-Adresse sowie• URL der Online-Präsenz.

 

Einer der größten Fehler bei der Erstellung einer Visitenkarte ist, diese zu überfrachten.(#01)

Einer der größten Fehler bei der Erstellung einer Visitenkarte ist, diese zu überfrachten.(#01)

Wie ist eine professionelle Visitenkarte gestaltet?

Einer der größten Fehler bei der Erstellung einer Visitenkarte ist, diese zu überfrachten. Es muss somit eine gute Mischung an reduzierten, informativen und erklärenden Zeilen auf der kleinen Karte abgebildet sein. Bei der Art des Papieres kann zwischen matt oder glänzend gewählt werden. Gestrichen matt hat sich dabei durchgesetzt, da es edel wirkt, eine glatte Oberfläche hat und nicht so schnell schmutzig wird. Damit sich die Visitenkarte nicht billig anfühlt, sollte die Papierstärke immer mindestens 300 Gramm betragen.

Bei der Form der Visitenkarte besteht ein gewisser kreativer Spielraum, der gerne genutzt werden darf. In einigen Branchen zeugt eine verspielte Visitenkarte von hoher Individualität. So kann die Form der Visitenkarte auch optisch direkt wiederspiegeln, um was für ein Unternehmen es sich handelt: so bietet sich für einen Friseursalon beispielsweise eine Visitenkarte in Form eines Kammes an. In anderen Berufen ist eine solche Gestaltung jedoch fehl am Platz, da ansonsten die Seriosität einbüßt. Deshalb gilt: die Gestaltung der Visitenkarte muss immer zu dem jeweiligen Geschäft passen. Wer auffallen möchte, kann zwischen den verschiedensten Trägermaterialien wie Schokolade, Holz, Gummi oder Stoff wählen.

Bei der Wahl der Schriftart gilt: es sollten nie mehr als zwei verschiedene Schrifttypen verwendet werden, da das Gesamtbild ansonsten zu chaotisch wirkt. Zudem darf die Schrift nicht zu klein sein. Ein absolutes No Go bei dem Erstellen sind handgeschriebene Visitenkarten. Für das Layout und die Schrift gilt somit die Prämisse: perfekte Lesbarkeit. Sind Sie ein internationales Unternehmen, so sollten die Informationen immer in zwei Sprachen auf der Visitenkarte stehen: in der Landessprache sowie auf Englisch.

NFC-Visitenkarten

Die sogenannten Near Field Communication (NFC) Visitenkarten stellen die Weiterentwicklung von Visitenkarten im Computerzeitalter dar. NFC Visitenkarten verfügen über einen integrierten Mikrochip, über den Daten auf ein Empfängergerät übertragen werden können. Die Funktionsweise ist simpel: die Visitenkarte wird einfach an das Smartphone gehalten, woraufhin die Übertragung und Visualisierung der Daten erfolgt. Die Einsatzmöglichkeiten von NFC Visitenkarten sind vielfältig: eine Möglichkeit besteht in einer schlichten digitalen Visitenkarte mit einem Link, auf der beliebig viele Adressen und Nummern angezeigt werden können.

Durch einen Klick auf die Kontaktdaten werden diese direkt im Adressbuch des Smartphones gespeichert und nach Wunsch auch mit den entsprechenden Social Media Profilen verbunden. Eine digitale Infobroschüre bietet hingegen die Möglichkeit, umfangreichere interessante Informationen über das Unternehmen zu geben. Optional können Firmenlogos, Bilder und andere Grafiken hinzugefügt und Links zu Websites und Werbevideos integriert werden.

Ein digitaler Wegweiser vernetzt Kunden mit der Firma, in dem dieser den direkten Weg zum nächstgelegenen Standort des Unternehmens zeigt. Zusätzlich können aufschlussreiche Informationen wie Öffnungszeiten angezeigt werden. Über eine entsprechende NFC App können die Daten stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden – so ist eine Änderung der Informationen unkompliziert möglich. Zudem können Kunden frühzeitig über aktuelle Angebote informiert werden.

Visitenkarte erfolgreich überreichen

Es zeugt von hoher Professionalität, im passenden Augenblick eine Visitenkarte überreichen zu können anstelle auf ein Online Profil hinzuweisen. Die Übergabe einer Visitenkarte folgt Regeln, die von Land zu Land unterschiedlich sind. Generell sollten Visitenkarten niemals in der Gesäßtasche transportiert werden, sondern am besten in einem dafür vorgesehenen Etui. Während eines Geschäftstermins ist es üblich, die Visitenkarte immer zuerst dem ranghöchsten Anwesenden zu geben.

Die Leitlinie bei der Übergabe lautet: Ihr Unternehmen ist etwas Besonderes, dementsprechend übergeben Sie die Visitenkarte auch nicht nebenbei, sondern transportieren den Wert in dieser Aktion. Der höfliche Empfänger sollte aus diesem Grund die Visitenkarte nicht sofort wegstecken, sondern seine Wertschätzung ausdrücken, sich bedanken, die Karte in beide Hände nehmen und entsprechend betrachten. So können ggf. auch aufkommende Fragen direkt geklärt werden. Befinden Sie sich in einem Meeting, so können die Visitenkarten auch während der gesamten Zeit auf dem Tisch liegen bleiben, bevor diese beispielsweise in das Portemonnaie einsortiert werden.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:ValentinValkov-#01:BillionPhotos.com_

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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