Weihnachtsgrüße verschicken: Texttipps für Freunde, Mitarbeiter und Kunden

Wer kennt es nicht: Jedes Jahr kommen nicht nur die Weihnachtsfeiertage mit Familie, Freunden, Kirche und gemeinsamen Stunden, sondern auch die Fragen, ob und wie man seinen Bekannten und Geschäftsfreunden Weihnachtsgrüße schreibt.

Bei vielen Weihnachts- und Neujahrsgrüßen wird schnell deutlich, dass diese unpersönlich, wenig kreativ und mit nur wenig Liebe verfasst werden. Dies zeigen auch jüngste Umfragen, wonach der Trend bei Weihnachtskarten und Neujahrs-wünschen immer mehr zu Standardgrüßen der Marke „Wir wünschen Ihnen auch in diesem Jahr wieder schöne, erholsame Weihnachten“ verkommen.

Doch welche Informationen sollte ein Weihnachtsbrief – vor allem an Geschäftspartner – im Einzelnen enthalten und was gilt es bei der Darstellung bzw. praktischen Umsetzung genau zu beachten? Mit präzisen Vorschlägen, Texttipps und nützlichen Hinweisen rund um das Thema Weihnachtskarten wollen wir im folgenden Beitrag auf die besagte Thematik näher eingehen.

Weihnachtskarten für Kunden und Geschäftspartner

Jeder Kunde oder Geschäftspartner wird es Ihnen verzeihen, wenn Sie in Ihrer Firma oder in einem Unternehmen die Weihnachtsgrüße nicht einzeln per Hand schreiben.

Hierbei sei jedoch erwähnt: Bei ganz besonderen Geschäftsbeziehungen empfiehlt es sich, dass die Abteilungs- oder Geschäftsleitung zumindest „händisch“ unter dem Weihnachtsgruß unterschreibt. Bei einem besonderen Kunden kann ein persönlich individuell per Hand verfasster Weihnachtsgruß sogar von Vorteil sein. In diesem Zusammenhang sollte man aber auf Werbung und werbeähnliche Hinweise tunlichst verzichten.

Jeder Kunde oder Geschäftspartner wird es Ihnen verzeihen, wenn Sie in Ihrer Firma oder in einem Unternehmen die Weihnachtsgrüße nicht einzeln per Hand schreiben. (#01)

Jeder Kunde oder Geschäftspartner wird es Ihnen verzeihen, wenn Sie in Ihrer Firma oder in einem Unternehmen die Weihnachtsgrüße nicht einzeln per Hand schreiben. (#01)

Die Anrede in einer guten geschäftlichen Weihnachtskarte

In einem Weihnachtsgruß sollte stets die auch sonst verwendete Form der Anrede verwen-det werden. Bei Geschäftspartnern wird in der Regel die formale Anrede (Herr…, Frau..) gewählt.

Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass die zu grüßende Person nie alleine ange-sprochen werde sollte. Mitarbeiter, Familie und Partner gehören in die Anrede dazu und
sind mit einzubeziehen.

Beispiele:

  • Sehr geehrter Herr Müller, wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie…
  • Liebe Frau Meier, für Sie und Ihren Mann alles Gute…
  • Sehr geehrtes Firma-XY, wir wünschen Ihnen und Ihren Familien…
  • Sehr geehrter Herr Bauer, liebes Team der Firma-XY…
  • Hallo Herr Mustermann, die herzlichsten Weihnachtsgrüße an Sie und Ihre Frau…
  • Lieber Max, Dir und Deiner Frau wünschen…

Der Aufbau

Nehmen Sie das Weihnachtsfest und das endende Jahr zum Anlass, um sich für erfolgreiche Kooperationen, gute Geschäftsabschlüsse, ein entgegengebrachtes Vertrauen oder für den Kauf Ihrer Produkte oder Dienstleistungen zu bedanken.

Eine Weihnachtskarte bietet die willkommene Gelegenheit, auf vergangene, erfolgreiche Geschäftsbeziehungen zurückzublicken sowie auf zukünftige Wünsche und Hoffnungen Bezug zu nehmen. Man drückt einerseits seinen Dank für die bisherige Zusammenarbeit aus, andererseits wünscht man sich auch eine erfolgreiche und angenehme Kooperation in der Zukunft.

Die richtige Adressierung

Es empfiehlt sich, die Weihnachtskarte – sofern vorhanden – an die jeweilige Privatadresse des Kunden oder des/der Kollegen/innen zu schicken. Dies macht nicht nur einen viel persönlicheren Eindruck, sondern dokumentiert gleichzeitig, dass Sie als Verfasser nicht nur die geschäftliche Seite verfolgen.

Persönliche, individuelle Inhalte

Gestalten Sie Ihre Weihnachtskarten persönlich und individuell.
Beispiele hierfür können u. a. sein: Ein spezielles Bild von Ihnen und Ihrer Familie, oder eine kleine Weihnachtsgrafik, ein Zitat, ein Bibelvers, etwas Bastelschmuck etc.:
Auch wenn Ihnen diesbezüglich kein besonderer Inhalt einfällt, können Sie immer noch auf die alt bewährte Floskel „Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit, Ihr Vertrauen und wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und viel Glück und Erfolg im kommenden Jahr!“ zurückgreifen.

 

Nehmen Sie das Weihnachtsfest und das endende Jahr zum Anlass, um sich für erfolgreiche Kooperationen, gute Geschäftsabschlüsse, ein entgegengebrachtes Vertrauen oder für den Kauf Ihrer Produkte oder Dienstleistungen zu bedanken.(#02)

Nehmen Sie das Weihnachtsfest und das endende Jahr zum Anlass, um sich für erfolgreiche Kooperationen, gute Geschäftsabschlüsse, ein entgegengebrachtes Vertrauen oder für den Kauf Ihrer Produkte oder Dienstleistungen zu bedanken.(#02)

Aussehen und Verpackung

Die geschäftliche Weihnachtskarte sollte sowohl eine gewisse Seriösität ausrücken als auch thematisch zur Weihnachtszeit passen. Meist werden weihnachtliche Motive wie Weihnachtsbaum, Christuskind, Sterne, Glocken oder Kerzen verwendet.

Alternativ besteht jedoch auch die Möglichkeit, das Firmenlogo, ein im letzten Jahr gemein-schaftlich betriebenes Projekt oder ein Foto des Unternehmens/der jeweiligen Mitarbeiter beizufügen. Bei allem sollte auf Qualität und Liebe zum Detail wert gelegt werden.

In der Regel werden Weihnachtskarten in einem Kuvert eingepackt verschickt. Die Vorderseite der Karte sollte dabei auf die Rückseite des Kuverts zeigen, so dass sie beim Öffnen als erstes zu sehen ist. Analog dazu sollte auf der Rückseite des Umschlags immer Ihre Adresse stehen. Dies hat den Vorteil, dass für den Empfänger schnell ersichtlich ist, wer sein Verfasser ist.

Beilagen

Hierbei sei gesagt, dass Zugaben nicht zu üppig (der maximaler Wert sollte 30€ nicht übersteigen) gewählt sein sollten. Der Beschenkte sollte in diesem Zusammenhang nicht das Gefühl bekommen, einen Gegenwert leisten zu müssen. Darüber hinaus müssen Sie sich im Klaren sein, bei welchem Ihrer Empfänger eine Zugabe zur

Weihnachtskarte auch wirklich sinnvoll erscheint. Beispielsweise ist in vielen Unternehmen die Annahme von kleinen Ge-schenken wegen Vorteilsnahme generell nicht erlaubt. Das Wichtigste ist hierbei: Das Präsent sollte zum Schenkenden passen. Im Zweifel erfüllt eine herzliche und liebevoll gestaltete Grußkarte seinen Zweck eher.

No-GO´s: E-Mail-Postkarten und SMS

Diese Formen der Korrespondenz wirken im Geschäftsleben unprofessionell und wenig detail- und qualitätsorientiert; sie vermitteln einen „Spam-artigen“ Charakter und als mehrfach adressierte „Schneeball-Mail“ einen lust- und lieblosen Eindruck.

Video:Weihnachtskarten mit Stil

Weihnachtskarten als Ausdruck von Sympathie und Wertschätzung

Weihnachtskarten sind heutzutage bei vielen Familien und Geschäftsleuten fast nicht mehr existent. Dennoch kann eine Grußkarte zu Weihnachten oder dem Jahreswechsel viele Vorteile mit sich bringen – sowohl für den Empfänger als auch für den Adressaten.

Gründe hierfür sind v. a., dass zum Jahreswechsel die meisten Menschen besonders em-pfänglich für Anerkennung und Wünsche sind. Darüber hinaus drücken Sie mit einem Weih-nachts- und/oder Neujahrsgruß Sympathie und Wertschätzung gegenüber dem jeweiligen Empfänger aus. Zudem bietet eine Grußkarte zu Weihnachten oder Neujahr eine gute Gelegenheit, Freundschaften oder Geschäftsbeziehungen zu stärken oder wieder aufleben zu lassen.

Fazit: Weihnachtskarten – Praktisches und Traditionelles verbinden

Weihnachten, das Fest der Liebe, hat bei uns allen von klein auf eine feste Tradition.
Gerade heutzutage ist bei vielen Menschen die Weihnachts- oder Neujahrsgrußkarte aus der Mode gekommen.
Mit einer verschickten Weihnachtskarte, am besten noch mit einem selbst ausgedachten Beilage-Präsent sowie einem individuell formulierten Gruß, gehen Sie auf Weihnachten und seine traditionelle, ursprüngliche Bedeutung ein.

Gleichzeitig halten und pflegen Sie bestehende private und geschäftliche Kontakte.
Insofern kommt dem Versenden von Weihnachtskarten sowohl ein traditioneller Aspekt, als auch ein „unternehmerischer, kundenintensivierender“ Aspekt zu, der insgesamt einen positiven Nutzen für beide Seiten darstellt.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: Janina Dierks-#01: racamani-#02: Pixelot

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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