Die 7 besten Werbeartikel für Startups

Die 7 besten Werbeartikel für Startups

Kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sie können insbesondere für Startups die Eintrittskarte sein, um potenziellen Kunden Produkte und Dienstleistungen nahezubringen. Die Kunst dabei: Mit wenig Budgeteinsatz muss der passende Werbeartikel gefunden werden.

Werbeartikel bleiben wichtig für die Kundenbindung

Dass Werbegeschenke auch in Zeiten des Internets nach wie vor bei Kunden beliebt sind, ist keine neue Erkenntnis. Bei Werbeartikeln denken die meisten Menschen dann auch an die typischen Streuartikel wie Einkaufsbeutel, Kugelschreiber, Zettelklötze und so weiter. Elektronische Gadgets sind besonders beliebt und heutzutage durch den Preisverfall bei Hi-Tech durchaus auch für begrenzte Budgets machbar, etwa in der Form von USB-Sticks. Doch egal, für welchen Werbeartikel man sich entscheidet, er sollte zum jeweiligen Unternehmen passen.

Ein Metzger hat andere Parameter zu erfüllen als ein Dachdecker, wenn er Kunden mit kleinen Geschenken für sich gewinnen möchte. Einer besonderen Herausforderung bei der Suche nach griffigen Werbeartikeln sehen sich Startup-Unternehmen ausgesetzt. Sie müssen vor allem die (in aller Regel geringen) Budgets mit dem zur Marke, Produkt oder Dienstleistung passenden Artikel in Einklang bringen. Fehlversuche können sich die meisten jungen Firmen dabei nicht leisten. Aber welche Trends und Möglichkeiten bietet der Markt für Werbeartikel heute? Wir haben uns einmal die beliebtesten Produkte angesehen, die insbesondere in der Startup-Szene beliebt sind und sich bewährt haben.

Nicht unbedingt teuer, aber hochwertig: Schenken Sie Ihren Kunden keinen Schrott! (#01)

Startups machen sich oft keine Gedanken über Werbeartikel

Überraschend ist, dass viele Unternehmen zu Beginn überhaupt keinen Gedanken an so etwas wie Werbeartikel verschwenden. Kommt man zur Frage sinnvoll einsetzbarer Werbeartikel, fällt bei den meisten Startups die Klappe herunter – denn darüber hat man sich bislang keine Gedanken gemacht. Da die meist knappen Ressourcen möglichst sinnvoll eingesetzt werden müssen, steht der maximale Effekt des idealerweise günstigen Werbeartikels im Vordergrund.

Wichtige Faktoren, die jeder Werbeartikel erfüllen sollte, sind folgende:

  • Nicht unbedingt teuer, aber hochwertig: Schenken Sie Ihren Kunden keinen Schrott!
  • Nützlich: Der Werbeartikel soll einen Mehrwert bieten und benutzt werden.
  • Neue Ideen: Innovative Werbeartikel bleiben besser im Gedächtnis
  • Namensgedächtnis: Logo, Firmenname oder Werbebotschaft müssen einen bleibenden Eindruck hinterlassen

Ein großer Teil der Werbeartikel, die von Startup-Unternehmen eingesetzt werden, entfällt auf die sehr günstigen Streuartikel, die maximal einen Euro pro Stück kosten, sowie auf Werbemittel, die nicht mehr als zehn Euro pro Stück kosten. Wirklich viel Geld (mehr als 35 Euro) gibt nur eine Minderheit junger Unternehmer für einzelne Werbeartikel aus. Dazwischen bewegen sich die mittelpreisigen Artikel im Bereich zwischen zehn und 35 Euro. Auf die breite Masse gerechnet, macht der Geldeinsatz für solche Werbemittel aber meist nur einen kleinen Teil des gesamten Werbebudgets aus.

Nur eine Minderheit der Startups wendet mehr als 5000 Euro jährlich für Werbeartikel auf, der weitaus größte Teil bleibt weit unter diesen Beträgen – rund die Hälfte gibt sogar weniger als 1000 Euro aus. Schaut man sich an, wie viel Geld hingegen in SEO und SEA sowie Social Media-Auftritte, Webseiten und Apps gesteckt wird, ist dieser Kostenfaktor auch für kleine Startups eigentlich zu vernachlässigen. Das große Potenzial guter Werbeartikel wird aber leider in vielen Fällen gar nicht erkannt.

Überraschend ist, dass viele Unternehmen zu Beginn überhaupt keinen Gedanken an so etwas wie Werbeartikel verschwenden.(#02)

Überraschend ist, dass viele Unternehmen zu Beginn überhaupt keinen Gedanken an so etwas wie Werbeartikel verschwenden.(#02)

Die Werbeartikel sollten zur Kundschaft passen

Zunächst stellt sich die Frage, ob man neue Kunden gewinnen oder Bestandskunden bei der Stange halten möchte, denn zur Erlangung eines höheren Bekanntheitsgrades einer Marke oder eines Produkts bzw. einer Dienstleistung setzt man andere Artikel ein als zur Belohnung von Stammkunden. Auffällig ist, dass sich die Anforderungen kleiner Startups an Werbeartikel gar nicht von denen größerer Firmen unterscheiden. Individualität, Attraktivität und die werbewirksame Platzierung von Logos oder anderen Werbebotschaften sind immer wichtig.

Unter die Leute bringen muss man die Werbeartikel natürlich ebenfalls. Das geht besonders gut auf Startup-Messen, großen Veranstaltungen oder vergleichbaren Anlässen, bei denen sich günstige Streuartikel in großer Zahl einsetzen lassen. Möchte man hingegen die Kunden durch Originalität und Wertigkeit beeindrucken, bieten sich exklusivere Kanäle wie der persönliche Kundenkontakt oder ein überraschendes Paket in der Post an. Befragt man Kunden, welche Werbeartikel am beliebtesten sind, kommen oft die im wahrsten Sinne des Wortes greifbaren Produkte am besten an, weil sie im Alltag praktisch eingesetzt werden können. Das kann allerdings auch schnell zum Overkill führen.

Freut man sich beispielsweise über einen schönen Kalender, ist der Bedarf in der Regel mit einem Exemplar gedeckt. Wenn also alle Unternehmen Kalender verschenken, landen zwangsläufig viele davon in der Papiertonne. Kugelschreiber, USB-Sticks, Tassen oder jegliche Art von Bürozubehör sind hingegen der Renner bei vielen Unternehmen, weil sie regelmäßig in Gebrauch bleiben und die Werbebotschaften nachhaltig vermitteln können.

Es dürfte also nicht verwundern, dass die Beliebtheit der Werbeartikel folgendes Ranking ergibt:

  1. Kugelschreiber
  2. T-Shirts
  3. Caps
  4. Einkaufstaschen aus Stoff bzw. andere Taschen (Laptop, Rucksäcke etc.)
  5. sonstige Büroartikel
  6. Kalender
  7. Kaffeetassen, Trinkflaschen und Thermobecher

Die Reihenfolge kann je nach Branche natürlich variieren, weil bei manchen Unternehmen der Schwerpunkt anders gewichtet sein kann. Da sich Startups oft mit unkonventionellen Produkten oder Dienstleistungen befassen, sind originelle und unkonventionelle Werbeartikel besonders beliebt. Denn auch, wenn bei den schenkenden Unternehmen Standard-Streuartikel üblich sind – wer braucht schon den zehnten Kugelschreiber oder den siebten USB-Stick wirklich? T-Shirts, Caps und andere Bekleidung als Werbeartikel zu verwenden, kann sehr sinnvoll sein, wenn die Produkte hochwertig und praktisch sind.

Die Werbung sollte dann aber einigermaßen dezent ausfallen, denn die meisten Kunden möchten ungern als lebendige Werbetafel durch die Stadt laufen. Auch hier gibt es allerdings Ausnahmen, denn manche Marken oder Produkte sind so cool und trendig, dass man das Logo nur allzu gerne auf einem Basecap oder einem Shirt präsentiert. Ein sehr schönes Beispiel für durchdachte und originelle Werbeartikel sind aber auch größere Geschenke, die überraschend günstig im Einkauf sind, aber dafür einen besonders nachhaltigen Werbeeffekt erzielen können.

Neben den Kosten für die Produktion, den eventuellen Versand und weitere Faktoren muss man gerade als junges Unternehmen aber auch die rechtliche (also konkret die steuerliche) Situation im Auge behalten. (#03)

Originelle und praktische Werbegeschenke sind am effektivsten

Haben Sie schon einmal daran gedacht, Ihren Kunden einen Liegestuhl mit Ihrem Logo zu schenken? Vermutlich nicht, denn das ist ein relativ sperriger Werbeartikel, der um einiges teurer ist als ein ganzer Satz Kugelschreiber. Könnte man glauben. Aber es gibt tatsächlich Spezialisten in der Branche für Werbeartikel, die solche individuell bedruckbaren und hochwertigen Liegestühle aus Holz (und viele andere innovative Werbeartikel) anfertigen. Der günstige Digitaldruck hat hierbei viel bewegt, denn damit sind heute ganz andere Dinge möglich als noch vor 20 Jahren, als so etwas in Kleinstauflagen nicht realisierbar war. Doch für besondere Kunden einen oder auch mehrere Liegestühle für die Kaffeepause auf der Sonnenterrasse ihres Unternehmens zu spendieren, bleibt im Idealfall über viele Jahre hinweg positiv im Gedächtnis.

Das Logo bzw. die Werbebotschaft können dabei stilvoll und gleichzeitig großflächig auf dem Bezugstoff der Liegestühle angebracht werden. Attraktiv wird das Konzept dadurch, dass viele Anbieter sogar Einzelstücke anfertigen. Man kann also theoretisch sogar jedem Kunden eine individuelle Variante dieses Werbeartikels geben. Der liegestuhl-shop.de hat sich beispielsweise auf diese Art von Werbemitteln spezialisiert und bietet neben Liegestühlen noch viele andere gängige und/oder originelle Produkte für die persönliche Werbestrategie an.

Sehr gut kann man gerade solche Werbeartikel auch im eigenen Unternehmen einsetzen. Junge Startups sind oft unkonventionell – warum also einen Geschäftspartner nicht einmal im Liegestuhl relaxen lassen, statt in einem ungemütlichen Konferenzraum trockene Gespräche zu führen? Dies ist nur eines von vielen Beispielen, die mit vergleichsweise wenig Budgeteinsatz sehr gute Werbewirksamkeit entfalten.

Generell muss man bei Werbegeschenken nämlich beachten, dass sie dem sogenannten „Betriebszweck und dem Erhalt der Sicherung betrieblicher Einnahmen“ dienen.

Generell muss man bei Werbegeschenken nämlich beachten, dass sie dem sogenannten „Betriebszweck und dem Erhalt der Sicherung betrieblicher Einnahmen“ dienen.(#04)

Die rechtliche Seite der Werbeartikel

Neben den Kosten für die Produktion, den eventuellen Versand und weitere Faktoren muss man gerade als junges Unternehmen aber auch die rechtliche (also konkret die steuerliche) Situation im Auge behalten. Denn Werbeartikel können nur innerhalb bestimmter Grenzen als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Immerhin ist es je nach Wertigkeit und Art des Produktes möglich, viele Werbeartikel von der Steuer abzusetzen. Die Finanzämter schauen aber immer genauer hin, wenn es darum geht, neben dem Wert auch den Grund und den Begünstigten des Werbegeschenks unter die Lupe zu nehmen. Dies kann dazu führen, dass Werbeartikel durch eventuelle Umsatzsteuern auf Schenkungen oder eine entsprechende Pauschalsteuer teurer werden als gedacht.

Generell muss man bei Werbegeschenken nämlich beachten, dass sie dem sogenannten „Betriebszweck und dem Erhalt der Sicherung betrieblicher Einnahmen“ dienen. Immerhin haben Startups den Vorteil, dass ihnen in den ersten Jahren nach der Gründung ein relativ hoher Anteil an Werbekosten zugestanden wird – detaillierte Prüfungen durch das Finanzamt sind dabei selten. Nie aus dem Auge verlieren darf man dabei aber den Wert. Alle Streuartikel (unter 10 Euro/Stück) lassen sich problemlos absetzen. Im Wert darüber liegende Werbeartikel müssen genau dokumentiert werden, denn mehr als 35 Euro dürfen pro Jahr und Empfänger nicht ausgegeben werden.

Dies beinhaltet neben dem Kaufpreis auch die Anbringung von Werbung auf dem Artikel sowie die Verpackung. Versandkosten lassen sich nicht steuerlich absetzen. Geben Sie für einen Kunden Werbeartikel im Wert von mehr als 35 Euro aus, sind diese nicht als Betriebsausgaben absetzbar. Anderes gilt für eigene Mitarbeiter, denn hier liegt die Grenze bei 60 Euro.

Fazit: Startups profitieren stark von Werbeartikeln

Der richtige Einsatz von Werbeartikeln ist besonders für neue Unternehmen wichtig. Die richtige Balance zwischen Kosteneinsatz, Wertigkeit des Artikels, Mehrwert für den Kunden sowie die Effektivität der Werbebotschaft zu finden, ist ohne fachkundige Beratung nicht einfach. Deswegen sollte man sich einen individuellen Rat einholen, welche Werbeartikel am besten zu Projekt und (potenziellen) Kunden passen. Originalität zahlt sich hierbei insbesondere für innovative Startups aus. Zu beachten sind allerdings steuerliche Richtlinien bei der Vergabe von Werbeartikeln an Kunden.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: rawf8 -#01: Yellowj -#02: margo_black  -#03: Pra Chid -#04:  Ljupco Smokovski

Über 

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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