Crossmedia-Marketing: Definition, Kampagnen, aktuelle Beispiele

Crossmedia-Marketing: Definition, Kampagnen, aktuelle Beispiele

Das Crossmedia-Marketing umfasst alle Maßnahmen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung bewerben. Dazu werden viele verschiedene Kommunikationskanäle eingesetzt, vor allem das Internet. Aber auch klassische Werbemedien wie das Fernsehen, Radio, Plakate und Printmedien sind Kommunikationskanäle für das Crossmedia Marketing. In der Regel werden mindestens drei dieser Kanäle verwendet, es können aber auch alle genannten verwendet werden. Ziel einer Crossmedia-Kampagne ist es auch, dem Nutzer auf der Customer-Journey mehrere Kontakte innerhalb Kampagne zu bieten.

Aktuelle Beispiele für Crossmedia-Kampagnen?

  1. lidl-lohnt-sich.de – Qualitätskampagne von Lidl
    Die Botschaft der Kampagne „Gute Qualität erkennt man an guter Qualität“ verkündete Lidl über die Kanäle Internet, TV, Print und Radio.lidl-lohnt-sich.de
  2. 50-jähriges Bestehen USM Haller – Kampagne project50
    Scholz & Friends hat für USM diese crossmediale Kampagne entwickelt. Zusätzlich startete eine internationale Printkampagne gestartet. Die sechs Motive der Printkampagne zeigen Architektur- und Designstudenten aus den Städten Tokyo, New York, Paris, Mailand, Karlsruhe und Lausanne neben einem USM Haller Möbelstück in ihrem Wohn- oder Arbeitsumfeld.project50.usm.com
  3. otelo – “Lieber überall Netz statt überall Netzer”
    Dies ist Cross Media Advertising zum Schmunzeln. Otelo, die Zweitmarke des Telekommunikationsanbieters Vodafone, will mit der neuen Kampagne und seinem angestammten Testimonial Günther Netzer auf neue Weise mit einer Verbindung unterschiedlicher Medien durchstarten. Die Clips zeigen Günther Netzer in verschiedenen Situationen bei sehr unpassenden Handlungen, unter anderem auf dem Motorrad im Museum oder in Ski Ausrüstung in einem Laufhaus.

Crossmedia-Marketing: Multichannel seit 1922

Das Crossmedia-Marketing ist kein Phänomen der Neuzeit oder des Internets. Die Idee entstand schon wesentlich früher und werde erstmals mit der vermehrten Nutzung des Radios zum Einsatz gebracht. Die erste Crossmedia-Kampagne gab es bereits im Jahr 1922, als sich die ersten Unternehmen nicht mehr nur darauf beschränkten in Zeitschriften für ihre Produkte zu werben, sondern dies auch im, damals noch sehr jungen Medium, Radio taten. Mit Erfolg, denn sehr schnell gab es viele Nachahmer. Einen weiteren Quantensprung gab es im Jahr 1941, als im amerikanischen Fernsehen der erste Werbespot ausgestrahlt wurde.

In Deutschland ließ man sich hingegen Zeit. Erst als im Jahr 1984 die ersten privaten Fernseh- und Radiosender zugelassen wurden, begann man auch diese Kanäle für das Crossmedia-Marketing zu nutzen. Richtig an Bedeutung gewann das Crossmedia-Marketing mit dem Aufkommen des Internets. Hier war es erstmals möglich mit den Kunden zu interagieren. Dies geschah und geschieht zum Beispiel durch Gewinnspiele und Ähnliches. So weit zur Geschichte des Crossmedia-Marketings.

Crossmedia-Marketing: Zielgruppenbestimmung unverzichtbar

Als erstes gilt es zu bestimmen, welche Zielgruppe man ansprechen möchte. Dazu kann man sich bereits bestehende Zielgruppen auswählen, oder ganz neue für das Produkt erschließen. So hat zum Beispiel Jägermeister eine Kampagne gestartet, in der sie ihr Getränk von dem Altherren-Image wegbringen wollten und hat sich mit gezielten Crossmedia-Maßnahmen die Zielgruppe der 18 bis 35jährigen erschlossen.

Auswahl Kanäle für das Crossmedia-Marketing

Abhängig von der jeweiligen Zielgruppe, bestimmt man die entsprechenden Kanäle für das Crossmedia-Marketing. Wenn man zum Beispiel ein Mittel zur Steigerung der Vitalität bei alten Menschen verkaufen möchte, wäre Werbung auf Facebook höchst ineffektiv. In diesem Fall wäre es besser auf das Fernsehen, einschlägige Zeitschriften und vielleicht noch auf Plakatwerbung zurück zu greifen.

Crossmedia: einheitliche Werbung auf allen genutzten Kanälen

Beim Crossmedia-Marketing ist es elementar wichtig, dass die Werbung auf allen genutzten Kanälen einheitlich ist. Dies trifft sowohl auf die Werbebotschaft an sich, aber auch auf Faktoren wie Schriftart und Farbgebung zu. Ebenso müssen Zeichen, Symbole und Logos ebenfalls kanalübergreifend einheitlich gestaltet sein. Dies ist ein wesentlicher Aspekt des Crossmedia-Marketings.

Das Ansprechen aller Sinne des Kunden

War in früherer Zeit die Ansprache des Kunden eher auf optische Reize beschränkt, zum Beispiel bei der Werbung in Printmedien, so hat sich diese Umstand heute grundlegend geändert. Dank Radio, Fernsehen und Internet sind Sinnesreize auf allen Ebenen möglich geworden. Bei der Radio- und Fernsehwerbung kommen akustische Reize zum Einsatz. Im Falle des Fernsehens und des Internets zusätzlich noch visuelle Reize, beispielsweise bei dem Einsatz von Werbespots oder Online-Videos. Im Falle des Internets kann man zusätzlich noch direkt mit dem Kunden interagieren. Zum Beispiel durch Gewinnspiele, Rätsel oder den Einsatz von QR-Codes.

Bedeutung der sozialen Netzwerke

Die Nutzung sozialer Netzwerke nimmt stetig zu und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wenn Facebook ein Staat wäre, wäre es gemessen an der Zahl der Nutzer der drittgrößte Staat der Erde. Hier kann man die für die Werbung besonders relevante Zielgruppe der 18 bis 35jährigen am besten erreichen.

Für weiterführende Informationen empfehlen wir diesen Beitrag (www.hilker-consulting.de).


Bildnachweis: © Vodafone

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Hans-Jürgen Schwarzer (Link Google+) leitet die Online-Agentur schwarzer.de software + internet gmbh. Als Unternehmer und Verleger in Personalunion wie auch als leidenschaftlicher Blogger gehört er zu den Hauptautoren von startup-report.de. Innerhalb seiner breiten Palette an Themen liegen dem Mainzer Lokalpatriot dabei vermeintlich „schräge“ Ideen oder technische Novitäten besonders am Herzen.

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Comments 2

  1. Interessantes und informatives Blog, die bei mir einen Impuls ausgelöst haben, zu überlegen, inwiefern ich in meinem Breich „Coaching & Training“ dieses Tool auch einsetzen und nutzen kann. Auch wenn ich noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen bin: Vielen Dank!

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