Erstes Start-Up-Büro einrichten: Darauf kommt es an

Erstes Start-Up-Büro einrichten: Darauf kommt es an

Bei der Unternehmensgründung sind viele Dinge zu beachten – unterschätzt wird aber leider häufig die Einrichtung des Büros. Dabei sollte diesem Thema durchaus einige Aufmerksamkeit zukommen: Zum einen sollen für den Start des Geschäftsbetriebes nur notwendige Dinge gekauft werden, zum anderen leistet eine sinnvolle Einrichtung einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsproduktivität. Worauf sollte geachtet werden?

Perfekte Ergonomie: Büromöbel müssen verstellbar sein

Wer ein Start-up gründet, muss vor allem zu Beginn sehr viel Arbeit in das Projekt investieren. Das bedeutet natürlich zwangsläufig, dass die Tage im Büro sehr lang werden können. Bei vielen Menschen stellen sich dann nach einiger Zeit Kopfschmerzen ein, die häufig dem Monitor zugeschrieben werden. Doch der ist in der Regel unschuldig, denn die häufigste Ursache für Schmerzen ist eine falsche Sitzhaltung. Bürostuhl und -Tisch müssen unbedingt ausreichende Einstellmöglichkeiten für eine gesunde Körperhaltung bieten. Werden die Arme auf den Tisch gelegt, sollte Ober- und Unterarm in etwa einen rechten Winkel bilden. Dasselbe gilt für Ober- und Unterschenkel, wenn sich die Füße auf dem Boden befinden. Dass die lange Monitorarbeit Kopfschmerzen verursachen kann, hat allerdings eine andere Ursache: Nicht selten sind Monitore zu hoch eingestellt. Als Faustregel gilt hier, dass die Augen bei geradeaus gerichtetem Blick in etwa die oberste Zeile des Bildschirms treffen sollten.

Büroräume intelligent einrichten

Doch das Thema Ergonomie erschöpft sich nicht in der richtigen Sitzhaltung und sollte vielmehr als ganzheitliches Konzept verstanden werden. Ein ergonomisch eingerichtetes Büro erlaubt kurze Laufwege, bietet ein angenehmes Raumklima und eine hohe Benutzerfreundlichkeit. Ein häufig benutzter Drucker im Flur ist also wenig sinnvoll, ebenso verringern schlechte Lichtverhältnisse die Konzentration. Der Arbeitsplatz sollte – wenn möglich – parallel zum Fenster ausgerichtet sein. Die Sonne im Rücken würde sonst dafür sorgen, dass sich Bildschirminhalte schlecht erkennen lassen. Frontal zum Fenster ausgerichtet blendet die Sonne hingegen schnell, sodass diese Positionierung in jedem Fall auch vermieden werden sollte. Die künstliche Beleuchtung sollte gleichermaßen hell wie Blendfrei ausfallen. Ideal sind in diesem Zusammenhang Rasterleuchten, die auch mit energiesparenden Leuchtmitteln ausgestattet werden können, wobei hier kaltweißes Licht zu bevorzugen ist. Leuchtstoffröhren und LED haben neben der langen Lebensdauer und der hohen Helligkeit auch den Vorteil des vergleichsweise geringen Stromverbrauchs. Zu wenig Licht sorgt für eine Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, wodurch sich die Konzentration verringert.

Hip und günstig: Vintage-Look im Büro

Der Einrichtung des Büros wird in Start-ups allerdings nicht nur aus Zeitgründen wenig Aufmerksamkeit gewidmet, auch finanzielle Limits stellen häufig ein gewisses Hindernis dabei. Grundsätzlich können Büromöbel natürlich auch gebraucht gekauft werden. Das mag zunächst nach Verzicht klingen, doch wer bei der richtigen Auswahl ein geschicktes Händchen hat, zaubert schnell einen angesagten Vintage-Look an seinen Arbeitsplatz. Die Sparsamkeit kennt aber auch Grenzen: Vor allem bei Büromöbeln und anderen Gegenständen, die häufig in Benutzung sind, zahlt sich die Investition in Qualität zumeist aus.

Safety First: Kabel werden zur Stolperfalle

Weiterhin sind auch gesetzliche Hürden wie die Bildschirmarbeitsverordnung zu nehmen. So muss jeder Bildschirmarbeitsplatz einer Gefährdungsbeurteilung unterzogen werden, die mögliche Gefahrenquellen offenlegt. Spitze Ecken an Schreibtischen können in ungünstiger Position ebenso dazu gehören wie offenliegende Stromkabel, die schnell zur Stolperfalle gehören. Vermieden werden sollte es auch, Pflanzen in die Nähre von Steckdosen oder elektrischen Geräten zu positionieren – ansonsten kann es beim Gießen leicht zu Kurzschlüssen kommen.


Bildnachweis: © Fotolia – studiostoks

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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