Zwei Kuben aus Lochblech: Besserer Nahverkehr für die Schweizer Stadt der Gründer

Die Schweiz gilt als überaus attraktives Pflaster für Gründer und Unternehmen, speziell Zürich muss hier hervorgehoben werden. Dabei setzt die Stadt konsequent darauf, neue Angebote für Start-ups zu bieten und ist Ausrichter der Startupfair – der größten Messe für junge Unternehmen in der Schweiz. Außerdem baut Zürich auf das Nahverkehrsnetz, bzw. an diesem: Ein konsequenter Ausbau des Netzes führt zu besten Verbindungen, die vorbildhaft für viele Länder der Welt sind.

Die Startupfair für Jungunternehmen in der Schweiz

Zürich richtet die größte nationale Messe aus, die für Start-ups richtungsweisend ist. Die Startupfair findet alljährlich statt und bietet jungen Unternehmen eine Bühne, auf der sie sich mit Investoren und Förderern, mit Dienstleistern und Konkurrenten, mit Meiden und Hochschulen treffen können. Im Zentrum der Messe steht nicht die Ausstellung interessanter Produkte, obwohl sich auch die die Weiterentwicklung von Lochblech und Co. zeigen. Es geht vielmehr um die Anbahnung des Geschäfts oder bereits die Unterstützung desselben. Außerdem steht das Networking im Fokus, denn ohne dieses kann heute kein Unternehmen mehr überleben. Die Infrastruktur der Startupfair ist genau auf diesen Zweck ausgerichtet und so treffen sich die verschiedenen Gründer bereits zwangsweise – wobei der Zwang hier natürlich eher ein Vergnügen ist. Doch nicht nur die Startupfair wartet mit einer ausgeklügelten Infrastruktur auch, sondern auch Zürich als Messestadt selbst ist in diesem Bereich wegweisend für die gesamte Schweiz.

Stadt baut aus, um und neu

Nicht nur für Gründer, sondern auch für gestandene Unternehmen bieten die Schweiz und vor allem Zürich ideale Bedingungen. Die Stadt selbst will ab dem 10. Dezember 2017 mit einer neuen Tramlinie aufwarten, die die Fortsetzung der Linie Zürich–West darstellt. Im gleichnamigen Quartier werden bald schon rund 50.000 Einwohner erwartet – diese müssen natürlich mobil sein. Die Investition in den öffentlichen Verkehr ist daher naheliegend und nicht nur für Gründer wichtig. Über die Tramlinie sollen die Quartiere mit dem gesamten Kanton verbunden werden, wobei diese Verbindung zwischen Aussersihl mit Zürich–West besteht. Der Bahnhof Hardbrücke wird ebenfalls in das Netz eingebunden.

Ein Highlight dieses Vorhabens dürften die beiden neuen Kuben werden, die aus Lochblech in Silber bestehen. Dieses Lochblech hat in der jüngsten Zeit einen enormen Aufwind in vielen Bereichen der Architektur erlebt und bietet zahlreiche positive Eigenschaften. Nun werden also die beiden Kuben mit Lochblech versehen. Die Kuben selbst dienen dazu, dass die Pendler auch bei schlechtem Wetter trocken von der Tram in die Bahn kommen. Außerdem wird ein Bauwerk geschaffen, welches durch das verwendete Lochblech das Stadtbild bereichert und abwechslungsreicher gestaltet. Dazu kommt, dass der Bahnhof aufgewertet wird und die Zugänge großzügiger verteilt werden.

Vorher finden allerdings umfangreiche Bauarbeiten statt wie der Bau der dritten Rampe auf der Hardbrücke. Danach erfolgen der Abriss der Pfingstweidrampe und der Aufbau einer neuen Rampe für die Tram.

Insgesamt lässt sich die Stadt das Bauvorhaben 130 Millionen Franken kosten, von denen der Kanton mit 76 Millionen den größten Teil übernimmt. Auch der Bund steuert aus dem Agglomerationsfonds mind. 35 Millionen dazu. Den Rest trägt die Stadt selbst. So entsteht am Ende eine verbesserte Infrastruktur, die zum einen den Einwohnern, zum anderen den Unternehmen der Stadt zugutekommt.


Bildnachweis: © freeimages.com – Nik Frey

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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