Lochblech Spezialist RMIG forciert Aktivitäten auf Schweizer Markt

In ihrem Kerngeschäft, der Herstellung und Weiterverarbeitung von Lochblech, wird die RMIG Gruppe als eines der führenden Unternehmen weltweit gesehen. In der Waagschale liegen beachtliche 150 Jahre an Erfahrung, eine zuverlässig globale Verfügbarkeit von hochwertigen Produkten samt entsprechendem Know-how, aber gerade auch die notwendigen Human Resources zur Umsetzung der branchenübergreifenden Projekte.

Erste Adresse rund ums Lochblech

Als erste Adresse rund um das Thema Lochblech ist RMIG heute europaweit in insgesamt dreizehn Ländern aufgestellt, teilweise handelt es sich hierbei um Produktions-, teilweise um reine Vertriebsniederlassungen. Neben den beiden Hauptfirmensitzen in Dänemark und Deutschland sowie weiteren deutschen Standorten unterhält RMIG in der Region D-A-CH Repräsentanzen in Österreich (dort in Leobersdorf bei Wien) und in der Schweiz (Olten).
Zwar ist der RMIG-Konzern selbst erst seit knapp 20 Jahren in der Schweiz vertreten, faktisch jedoch reichen die unternehmerischen Wurzeln auch auf diesem Markt stolze 125 Jahre zurück. Denn mit der Firma Heer Lochbleche wurde 1996 ein Traditionsunternehmen übernommen, das bis dato in der Schweiz fest verwurzelt und als Inbegriff für das Thema Lochblech bekannt war.

Zunächst über die dazu eigens gegründete RM HEER Lochbleche AG, die noch bis ins Jahr 2010 eigenständig produzierte, dann über die neu firmierte RMIG AG ist der RMIG-Konzern heutzutage in der Schweiz mit einer reinen Vertriebsgesellschaft und einem größeren Lochblech-Lager für Standardformate aktiv ‒ und das nach wie vor am Standort Olten im Kanton Solothurn gelegen.

Ambitionierte Zielsetzung

Noch immer steht der Name RMIG in der Schweiz etwas im Schatten des jahrzehntelang gewachsenen starken Brandings von Heer: Obwohl man international als einer der führenden Anbieter von Lochblech gilt, entspricht die Marktdurchdringung des Namens RMIG in der Schweiz noch nicht dem tatsächlichen Stellenwert der Gruppe. Dies gilt es jetzt zu ändern. „RMIG steht weltweit wie ganz wenig andere für die Lochblech-Expertise und unser erklärtes Ziel ist es nunmehr, diese Position auch in der Schweiz zu manifestieren“, beschreibt Frank Regitz den Anspruch seines Unternehmens. Die Steigerung der Bekanntheit steht ganz weit oben auf der Agenda als mittel- und langfristiges Ziel.

Mehr Präsenz auf lokalen Messen wie der Basler Swissbau lautet das verschriebene Rezept für den RMIG Regional Sales Director D-A-CH und auch in Online- und Direktmarketing will er künftig noch mehr investieren. Derzeit sei man beispielsweise dabei, die Kapazitäten im Außendienst weiter zu erhöhen, um die Aktivitäten gerade in der Industrie stärker forcieren zu können.

Ein begehrter Markt

Die Schweiz ist für RMIG ein äußerst interessanter Markt. Zwar leide die Wirtschaft grundsätzlich unter dem starken Franken, was den lokalen RMIG-Kunden naturgemäß deren so wichtige Exportgeschäfte in der Euro-Zone erschwere, so Frank Regitz weiter. Nichtsdestotrotz werde das Lochblech in der Schweiz nach wie vor sowohl als Standardprodukt als auch in seinen individuellen Ausprägungen branchenübergreifend angefragt. „Genau hier sind wir gefragt. Mit unseren weitreichenden Erfahrungen und dem RMIG-Portfolio aus Standardprodukten und Individuallösungen sind wir in Bezug auf Lochblech und Streckmetall in nahezu allen Industriebereichen, aber gerade auch im Bausektor bestens aufgestellt.“ .

Lochblech als universales Werksmaterial

Überhaupt profitiert RMIG von sehr breit angelegten Zielgruppen, denn Lochblech und Streckmetall kommen nun mal in vielen primären und sekundären Anwendungssegmenten zum Einsatz. Zu nennen wäre zum Beispiel das Architekturumfeld in Innen- und Außenbereich, nicht zuletzt wegen des Doppels aus individueller Gestaltbarkeit und großer Beständigkeit des Materials. Mit der Produktlinie „City Emotion“ bietet RMIG hier zahlreiche flexible Anwendungsmöglichkeiten, die von einfachen und schlichten bis hin zu sehr aufwändigen Metallfassaden oder Beschattungselementen wie Sonnenschutzlamellen aus Lochblech reichen. Auch ausgeklügelte Geländerfüllungen, integrierte Sichtschutzkonzepte und vieles mehr subsummiert RMIG unter „City Emotion“ – von der Konzeption über die Visualisierung, Musterfertigung und Mock up bis hin zur Realisierung. Daneben kommt im Building-Innenbereich das Lochblech als bewährtes Werksmaterial beispielsweise für Deckenverkleidungen, Raumtrennsysteme oder auch bei dekorativen Lampen zum Einsatz.

Ein praktisches Beispiel aus der Schweiz

So hat RMIG das Lochblech für die Gestaltung der Fassade des Büro- und Fabrikationsgebäudes der Pixy AG in Turgi geliefert; das Unternehmen gehört heute zu den weltweit führenden Herstellern von Visualisierungslösungen für die Schienenverkehrstechnik. Pixy entwickelt qualitativ hochwertige Geräte und Software für Diagnose, Zugsicherung und Videosysteme und ermöglicht seinen Kunden, die Sicherheit und Transportkapazität nachhaltig zu verbessern und zu optimieren. Die Tragstruktur des Gebäudes aus Beton ist mit Metallfenstern und üblichen industriellen Halbfabrikaten verkleidet. RMIG hat für die äußere Schicht des Bauwerks das Lochblech geliefert. Das Lochblech gibt dem Ganzen das gewisse Etwas und macht die architektonische Umsetzung der Corporate Identity von Pixy deutlich, schlussendlich gibt es dem Gebäude seine eigenständige und doch wandelbare Erscheinung.

Gefragt auch in der Industrie

Der zweite große Bereich von RMIG richtet sich unter der Bezeichnung „Processing“ an Industriekunden, darunter die unterschiedlichsten Anwendungen wie Automotive, hier beispielsweise für Lautsprecher- und Lüftungsgitter oder auch Airbags und alle möglichen gelochten Karosserieteile, außerdem Abwasserreinigung oder Medizintechnik, Lebensmittelverarbeitung, Papier- und Zellstoffindustrie sowie Petrochemie.

Ein sehr wichtiger Sektor sind die Recycling- und Aufbereitungsbranche sowie die komplette Sieb- und Schüttgutindustrie. Daneben spielen aber auch die landwirtschaftlichen Anwendungen eine große Rolle, unter anderem die Getreideaufbereitung oder die Trocknung von Gütern. Verbaut werden Lochbleche zudem als Design-Elemente in dem immer wichtiger werdenden Segment der Consumer Electronics.

Zu guter Letzt hält RMIG auch ein großes Portfolio an Standardlagerblechen bereit. Alles in allem werden den Kunden für die Weiterverarbeitung über 750 verschiedene Tafelpositionen geboten mit Materialien wie Stahl, Edelstahl, verzinkten Werkstoffen, Kupfer, Titan oder auch Kunststoffen, in nahezu allen benötigten Größen und Lochungen. Die Anlieferung der Waren erfolgt innerhalb kürzester Zeit und extrem zuverlässig vom zentralen Produktionsstandort im deutschen Raguhn-Jeßnitz in Sachsen aus. Standardlagerbleche werden innerhalb von 48 Stunden ausgeliefert, kundenspezifische Lösungen je nach Weiterverarbeitungsgrad benötigen zwei bis drei Wochen.

Auf zu neuen Ufern ‒ mit Lochblech im Portfolio

Die sehr hohe Liefertermintreue und in unzähligen Projekten erwiesene Qualität auf der einen und das wettbewerbsfähige Preis-Leistungs-Verhältnis auf der anderen Seite sind einige der Erfolgskriterien, die RMIG über Jahre hinweg auszeichnen. Dabei kommt die Stärke einer großen Gruppe positiv zur Geltung. Denn schließlich ist nicht nur weitreichendes Know-how rund ums Thema Lochblech vorhanden. Als produzierender Konzern dieser Größenordnung verfügt man ferner über die so wichtigen Werkzeuge und Verfahrensweisen, aber auch über die notwendigen Ressourcen sowohl in personeller als auch struktureller Hinsicht, um eingebettet in ein entsprechendes Ecosystem zuverlässig, schnell und flexibel liefern zu können. Vor diesem Hintergrund tritt RMIG jetzt als weltweit führender Anbieter von Lochblech an, um auch in der Schweiz nachhaltig durchzustarten.


Bildnachweis: © RMIG

Über Klaus Müller-Stern

Klaus Müller-Stern

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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