Platinum Plastik-Card von AMEX: Besser als Visa „Infinite Card“?

Platinum Plastik-Card von AMEX: Besser als Visa „Infinite Card“?

Die Welt der Kreditkarten ist weitaus größer, als sich manch Unternehmer vorstellen kann: Die herkömmliche Platinum Plastik-Karte von American Express besitzt noch eine Steigerungsmöglichkeit, auch wenn diese doch häufig als das Nonplusultra angenommen wird. Oder vielleicht die goldene Kreditkarte aus Plastik? Doch auch diese ist steigerungsfähig!

Die exklusive Welt der Centurion

Gern wird die Kreditkarte dafür eingesetzt, zum Beispiel Hundefutter zu kaufen, einen Flug zu buchen oder ein Hotel zu bezahlen. Auch für Einkäufe im Internet ist die Karte aus Plastik überaus hoch geschätzt. Etabliert hat sich mittlerweile die Platinum Card, bei der das Umsatzpotenzial fast doppelt so hoch ist wie bei Karteninhabern mit Goldstatus. Doch die übliche Platinum Karte hat in der „Centurion“ eine Steigerung gefunden. Sie wird auch als Black Card bezeichnet und kommt für alle Schussel unter den Inhabern in zwei Varianten daher: einmal in der herkömmlich hochwertigen Ausgabe aus Titanium und einmal aus normalem Plastik. Die Plastik Card ist eben etwas weniger wertvoll und es ist daher kein so schwerwiegendes Problem, wenn diese Kreditkarte einmal irgendwo vergessen wird – von einem möglichen Missbrauch der Karte einmal abgesehen.

Die Centurion wird – egal, ob aus Titanium oder als Plastik Card – nur an einen gut ausgesuchten Kreis von Kunden vergeben. Das individuelle Limit beginnt erst bei 100.000 Euro und wird auf eine Höchstsumme festgesetzt. Bis zu dieser können die Karteninhaber fleißig Geld ausgeben. Wer die Karte auch behalten will, muss seine Abrechnungen natürlich pünktlich bezahlen und die Einkaufstouren müssen sich am Ende des Jahres auf einen sechsstelligen Betrag belaufen. Kann eine Monatsrechnung nicht gebucht werden, wird die Kreditkarte ganz schnell wieder eingezogen. Die Platinum Card namens Centurion ist nämlich den Menschen mit ausgezeichneter Bonität vorbehalten.

Die Kreditkarte „Infinite Card“ von Visa

Natürlich kann damit auch Hundefutter gekauft werden, doch die Infinite Card eignet sich wohl besser für hochwertigere Einkäufe. Vorbehalten ist sie natürlich nur den vorhabenden Kunden deutscher Banken. Karteninhaber müssen den Nachweis erbringen – bzw. diesen bei Antragstellung vorlegen -, dass sie ein Vermögen von 500.000 Euro besitzen. Das kann teilweise in beleihbarem Kapital bestehen. Insofern lässt sich diese Karte mit der „Excellence“ der UBS aus der Schweiz vergleichen, denn auch in den Kreis der Inhaber dieser Kreditkarte kann niemand ohne ausreichendes Vermögen einfach so eintreten. Das Bankhaus selbst wählt die (millionenschweren) Kunden aus, die eine solche Karte bekommen.

Weitere Beispiele für solche exklusiven Karten sind die „Ultima“ der Citibank, die „Dubai First Royale MasterCard“ oder die „Palladium Card“ von J. P. Morgan Chase & Co. Einige dieser sowie weitere Kreditkarten werden gänzlich ohne Limit vergeben, die Kunden müssen teilweise mehrere Millionen Guthaben auf den Konten nachweisen. Hundefutter kauft damit wohl kaum jemand noch.

Funktionen der Kreditkarten

Ob nun Infinite Card oder Platinum (Plastik) Karte – die Geschmäcker sind auch hier wieder verschieden und selbst wenn jemand die bankseitig geforderten Vermögensverhältnisse nachweisen kann, ist längst nicht sicher, dass diese Person die gewünschte Karte auch bekommt. So manch einer muss sich mit der herkömmlichen Karte aus Plastik begnügen und damit sein Hundefutter kaufen, weil die gewünschte Bank die exklusive Karte nicht herausgibt.

Natürlich bieten Infinite Card und Platinum Card die übliche Bezahlfunktion. Doch darüber hinaus bekommt der Karteninhaber Zugang zur VIP-Betreuung, zu Lounges an Flughäfen, zur Chaffeurbereitschaft und kann Upgrades für Mietwagen in Anspruch nehmen. Dazu kommt ein Versicherungspaket, welches den Reisenden rundum versorgt: Unfall-, Auslandskranken- und Reisegepäckversicherung sind nur drei Beispiele für Versicherungen, die automatisch mit der Vergabe der Platinum (Plastik) Karte oder der Infinite Card bestehen. Dabei kann die Centurion aber noch mehr punkten: Wer beim Golf ein Hole-in-One schlägt, muss danach eine Runde beim Klubhaus ausgeben. Die Kosten dafür übernimmt die Versicherung über die Centurion, und zwar bis zu einer Höhe von 500 Euro. Auch gestohlene Einkäufe, die beim Rückflug von der Shoppingtour oder aus der Hotelsuite entwendet werden, werden bis zu einem Wert von 2.000 Euro ersetzt.

Die Infinite Card ist also sicherlich nie eine schlechte Wahl. Wer aber Wert darauf legt, wie ein Star behandelt zu werden, besten Service in allen Lebenslagen genießen will und darüber hinaus noch auf Reisen perfekt abgesichert sein möchte, wird um die Platinum Centurion von American Express nicht herumkommen. In Verbindung mit der Plastik Karte muss die gute Centurion schließlich auch nicht überall mitkommen, sondern kann sicher und wohlbehalten verwahrt werden.


Bildnachweis: © freeimages.com / Lotus Head

Über 

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.