Als Selbständiger mit dem Fahrrad unterwegs – kostensparend und gesund

Selbstständig sein, hat viele Vorteile. Doch finanziell ist es nicht immer leicht zu bewerkstelligen. Vor allem zu Beginn einer selbstständigen Tätigkeit sind die Kosten hoch. Die Anschaffung von Büromaterial und elektronischen Geräten, das Mieten eines Büros, Ausgaben für Marketingmaßnahmen – all das kostet Geld. Auf der anderen Seite dauert es meist eine ganze Weile, bis die ersten Kunden an Land gezogen und wirklich nennenswerte Einkünfte zu verzeichnen sind.
Da ist es ratsam, alle Möglichkeiten, zu sparen, wahrzunehmen. Dazu kann es gehören, auf ein Auto zu verzichten und stattdessen das Fahrrad für die Fortbewegung zu verwenden. Doch welche Vorteile bringt das wirklich und was ist zu beachten, wenn man sich für das Fahrradfahren entscheidet?

Kostenaspekte

Fahrradfahren ist billiger als Autofahren, das leuchtet den meisten Menschen ein. Doch wie genau sieht der Unterschied aus und wie viel Geld spart man mit dem Zweirad wirklich?

  • Anschaffung: Ein Auto ist in den allermeisten Fällen deutlich teurer als ein Fahrrad. Wie groß der Unterschied ausfällt, hängt davon ab, wie neu das Fahrzeug ist. Doch ein paar tausend Euro werden selbst für einen gebrauchten PKW meist fällig. Ein gutes Fahrrad ist dagegen schon für einige hundert Euro erhältlich.
  • Kraftstoff: Dieser Punkt fällt beim Fahrradfahren komplett weg. Mit dem Auto kostet jeder zurückgelegte Kilometer Geld.
  • Unterhalt: Gerade im Winter ist eine Garage für Autobesitzer vorteilhaft. Diese gibt es, im Gegensatz zu Fahrradkellern, meist nicht umsonst.
  • Reparaturen: Auch sie kosten bei Vierrädern in aller Regel mehr als bei ihren Verwandten mit zwei Rädern.

Dieser Vergleich zeigt schon: Durch Fahrradfahren lässt sich langfristig viel Geld sparen. Doch Vorsicht: Ganz so enorm fällt der Vorsprung der Zweiräder nicht mehr aus, rechnet man Faktoren wie die Fahrzeit in Geld um und berücksichtigt man die oftmals höheren Kosten für die medizinische Versorgung der weniger gut geschützten Fahrradfahrer. In einem ausführlichen Vergleich aller dieser Kriterien durch österreichische Forscher im Jahr 2011 landete laut dem Spiegel zwar das Fahrrad immer noch auf dem Siegertreppchen, sein Vorsprung war allerdings nicht ganz so überragend wie manche vorher angenommen hatten.

Gesundheitsaspekte

Geld ist nicht alles. Gerade wer in seinem Berufsalltag viel am Schreibtisch sitzt – und das trifft auf immer mehr Selbstständige zu – braucht zwischendurch Bewegung, um nicht langfristig unter Schmerzen und negativen körperlichen Folgeerscheinungen zu leiden. Fahrradfahren ist in dieser Hinsicht eine große Hilfe. Denn im Gegensatz zum Autofahren fördert es die Gesundheit. Laut ADFC profitieren Fahrradfahrer von jedem kurzen Trip.
Fahrradfahren:

  • unterstützt das Herz-Kreislauf-System
  • verbrennt Fett
  • stärkt die Lunge
  • kräftigt die Muskulatur
  • entlastet die Gelenke

Wie andere Ausdauersportarten wirkt sich Fahrradfahren außerdem positiv auf das Gemüt aus. Dies können Selbstständige gezielt nutzen, allein indem sie mit dem Fahrrad zur Arbeit und wieder nach Hause fahren. So ist auch schon für regelmäßigen Sport gesorgt. Schließlich leidet dieser Bereich zu Beginn einer Selbstständigkeit häufig besonders.

Damit man wirklich in vollem Umfang von den positiven Auswirkungen des Radfahrens auf die Gesundheit profitieren kann, ist es wichtig, das Fahrrad richtig einzustellen beziehungsweise einstellen zu lassen. Auch wie Fahrer auf dem Drahtesel sitzen, spielt eine wichtige Rolle. Andernfalls kommt es schnell zu Beschwerden wie Rückenschmerzen. Schließlich lohnt sich gerade für längere Strecken Fahrradkleidung. Wer mit dem Rad zu einem wichtigen Kundentermin fährt, sollte vielleicht besser auf Funktionskleidung verzichten. Bei der Fahrt ins Büro spricht aber wenig dagegen, sich erst dort umzuziehen, vor allem wenn am Arbeitsplatz eine Dusche vorhanden ist.

Was man beachten sollte

Wer sich mit dem Gedanken trägt, als Selbstständiger auf ein teures Auto zu verzichten und stattdessen ein Fahrrad zu benutzen, sollte auf einige Aspekte besonders achten. Dabei ist im Vorfeld zunächst zu klären, ob die Fortbewegung allein mit einem Zweirad wirklich realisierbar ist – abhängig von der eigenen Beschäftigung. Folgende Fragen sind dabei zentral:

  • Wo befindet sich der Arbeitsplatz?
  • Welche Strecken sind regelmäßig zurückzulegen?
  • Ist es häufig notwendig, schnell größere Strecken zu überbrücken, zum Beispiel um zu Kunden zu gelangen?
  • Müssen regelmäßig Gegenstände oder vielleicht sogar Personen transportiert werden?

Auch ein Unterstellplatz spielt eine wichtige Rolle. Fahrräder bringen auch in dieser Hinsicht einige Vorteile mit sich. Sie nehmen deutlich weniger Platz weg als Autos und können zumindest in der warmen Jahreszeit einfach vor einem Gebäude geparkt werden. Ein Fahrradständer oder ein Laternenmast genügen in der Regel, um das Zweirad anzuschließen.

Im Winter sieht die Sache etwas anders aus. Wer sein Fortbewegungsmittel vor schädlichen Witterungseinflüssen schützen möchte, tut gut daran, für einen sicheren Unterstand zu sorgen. Es gibt keinen Fahrradkeller in dem betreffenden Gebäude? Dann kommt vielleicht eine kleine Fahrradgarage infrage. So können Regen und Schnee dem eigenen Drahtesel nichts anhaben. Das wiederum sorgt nicht nur für bessere Laune, indem man nach der Arbeit nicht auf einem nassen Fahrradsattel sitzt, es gewährleistet auch, dass das Rad länger in Schuss bleibt und keine teuren Reparaturen anfallen. Zusätzlich ist das Rad besser vor Dieben geschützt, auch mitten in einer Großstadt.

Auch die Umwelt dankt

Fahrradfahren liegt im Trend und das zu Recht. Wer die Chance hat, in seinem Arbeitsalltag auf ein Auto zu verzichten, sollte sie ergreifen. So profitiert er nicht nur finanziell, sondern vor allem auch gesundheitlich. Davon abgesehen schont Fahrradfahren die Umwelt – ein Aspekt, der angesichts der globalen Erwärmung immer wichtiger wird. Außerdem macht es sogar den meisten Sportmuffeln Spaß, regelmäßig beim Fahrradfahren frische Luft zu tanken. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, möchte später selten wieder auf ein Auto umsteigen.


Bildnachweis: © pixabay.com – Titelbild denzel, #1 strecosa, #2 meineresterampe

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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